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Manchmal fühlt man sich in der österreichischen Bundesliga nach Punxsutawney in Pennsylvania versetzt. Zwei Spiele absolvierte der FC Wacker Innsbruck in den letzten fünf Tagen. Ähnlich wie Hauptdarsteller Phil Connors im Comedy–Hit „Und täglich grüßt das Murmeltier“ aus dem Jahre 1993 scheint schwarz-grün in den letzten zwei Runden in einer Zeitschleife festzustecken. Sowohl im Heimspiel gegen den SV Ried als auch im Auswärtsspiel gegen den regierenden Meister SK Sturm Graz blieb das Tor wie vernagelt, der letzte Pass gelang nur selten und der Spieler der Runde trug ebenfalls denselben Namen: Marco Kofler.


Bester Innsbrucker Verteidiger in Graz

Während sich der Rest der Abwehr recht löchrig präsentierte, ließ Marco Kofler auf der rechten Außenposition nur wenig zu. Beim Siegestreffer der Grazer rückte die Nummer 23 ins Abwehrzentrum, konnte diesen allerdings nicht verhindern.  In Halbzeit zwei bewies der gelernte Innenverteidiger bei einem Freistoß – Kracher wieder viel Schusskraft, fand allerdings seinen Meister im Sturm Torhüter Gratzei, der den Ball abwehren konnte. Auch bei einer Rettungsaktion konnte er sich auszeichnen: Er beförderte den Ball per Fallrückzieher für den geschlagenen Tormann Sáfar von der Torlinie aus ins Spielfeld zurück. Auch beim Aufreger aus schwarz-grüner Sicht war der Abwehrspieler hauptbeteiligt: Nachdem er in der Nachspielzeit an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt worden war, entschied Schiedsrichter Lechner zunächst auf Elfmeter, ehe er dann nach Rücksprache mit seinem Assistenten seine Entscheidung auf Freistoß korrigierte. Für Wacker Innsbruck eine bittere aber auch eine richtige Entscheidung.

Spieler mit guter Selbsteinschätzung

Im kürzlich geführten Interview mit tivoli12 beschrieb er sich selbst als „keinen Filigrantechniker sondern als einen, der mit Härte und über den Zweikampf ins Spiel hineinfindet“. Sein Kampfgeist und Einsatzwille verkörpern die wackeren Tugenden perfekt. Dies dürfte wohl auch der Grund sein, dass der 23-Jährige ein Double als Spieler der Runde feiern konnte. Man wird sehen, ob es ihm mit seinen guten Leistungen in den letzten zwei Bundesliga-Runden gelungen ist, sich einen Stammplatz in der Kampfmannschaft zu erkämpfen. Auch in puncto Vertragsverlängerung darf man weiter gespannt sein. In der nächsten Runde ist er allerdings aufgrund der fünften gelben Karte gesperrt.
In der bisherigen Saison war er in 17 Bundesligapartien und drei Cupspielen (ein Tor gegen Hellas Kagran) für den Tiroler Traditionsverein im Einsatz, für Wacker Innsbruck II absolvierte er zwei Spiele.

  • Spieler der Runde 26:
  • 1. Platz:Marco Kofler
  • 2. Platz: Miran Burgic
  • 3. Platz: Szabolcs Sáfár

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Hannes Zwicknagl Hannes Zwicknagl

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