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Was für ein Spiel am Sonntag! Ein 2:1–Sieg für den FC Wacker Innsbruck gegen Rapid Wien, erstmals in diesem Frühjahr über 10.000 Zuschauer am Innsbrucker Tivoli und der Rückstand auf die Europacup-Ränge wurde auf vier Punkte verringert. Wacker-Herz, was willst du mehr?! Für einen war es ein ganz besonderes Spiel, eine Art Wiederauferstehung in schwarz-grün, für den Spieler der 27. Runde: Marcel Schreter.


Die Nummer 13 entschied das Spiel

Nicht einmal zwei Minuten war das Spiel alt und schon brandete grenzenloser Jubel auf den Rängen auf: Marcel Schreter verwertete einen mustergültigen Pass von Sturm-Kollege Miran Burgic volley aus elf Metern zur 1:0-Führung für den Tiroler Traditionsverein. Sein erster Saisontreffer schien die Nummer 13 zu beflügeln und so zirkelte der 30-Jährige in Minute elf einen Freistoß aus 25 Metern herrlich zum 2:0 ins rechte Eck. Neben seinen zwei Toren strahlte das Wacker-Urgestein auch bei einem Freistoß-Kracher in der 48. Minute viel Gefahr aus, sein Zusammenspiel mit Miran Burgic funktionierte sehr gut.

Aufstiegsheld meldet sich zurück

Seine ersten Fußballschuhe schnürte Schreter für den SV Telfs (1988-2002). Über die WSG Swaroski Wattens (2002-2003) kam er 2003 zum FC Wacker Innsbruck. Sein Bundesliga-Debüt feierte 2004. Anfänglich noch als linker Mittelfeldspieler eingesetzt wurde seine Spielausrichtung in den folgenden Jahren immer offensiver. In den letzten Jahren fungierte Marcel zumeist als hängende Spitze.

Auch den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit 2008 machte der Telfer als einziger noch aktiver Innsbruck-Profi mit. Unvergessen bleiben seine Tore zum Wiederaufstieg in die Bundesliga 2010, als er in Pasching die Red Bull Juniors mit seinen zwei Toren im Alleingang erlegte und damit den Aufstieg fixierte. Wer dabei war, wird dieses Spiel wohl nie mehr vergessen!
Ohne Übertreibung kann man Marcel als Rapid-Spezialisten bezeichnen. Zurück in der Bundesliga erzielte der Linksfuß beim Comeback-Spiel in der höchsten Klasse in der Saison 2011/2012 beim 4:0 gegen Rapid ebenfalls einen Doppelpack.

Das laufende Spieljahr verlief bisher allerdings nicht nach seinem Geschmack. Nach anhaltender Formkrise im Herbst verlor er seinen Stammplatz und wurde nur noch als Wechselspieler eingesetzt. Um Spielpraxis zu sammeln lief er sogar für den FC Wacker Innsbruck II in der Regionalliga West auf, wo er ein Tor erzielte. Auch im Cup gegen Hellas Kagran trug er sich in die Torschützen-Liste ein. Bisher kam er in 20 Bundesliga-Runden zum Einsatz, fünf davon von Beginn an. Die Bundesliga-Seuchenmonate sollten mit seinen zwei Treffern nun hinter ihm liegen, somit heißt es nun: Auf zu neuen Ufern!

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Hannes Zwicknagl Hannes Zwicknagl

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