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Spannung war angesagt vor dem Duell mit der Wiener Austria. Ja, es ging um drei Punkte gegen den Abstieg, aber das meinte ich nicht. Viel wichtiger war vielmehr die Frage, ob Schiedsrichter Schüttengruber sich diesmal sicher fühlen würde oder ob er vielleicht wegen akutem Aquaplaning an der Seitenlinie das Spiel vorzeitig beenden könnte? Könnten tieffliegende Maikäfer zum Spielabbruch führen? Auch ein überhöhtes Nacktschnecken-Aufkommen wäre bei diesen Witterungsbedingungen eine große Gefahrenquelle. Könnte ein Assistent auf einem von den schwarz-grünen Ordnern „hinterfotzig“ platzierten Schädling ausrutschen? Doch dieses Mal war sein Bruder nicht mit von der Partie, somit schien die Gefahr, dass die gesamte Familie der Brutalität der heimischen Fans oder den Kriechtieren zum Opfer fällt, schon vor dem Anpfiff gebannt.

Schön, wenn man sich bei dem Durcheinander rund um die Lizenz mit Weichtieren beschäftigen kann. Somit gilt mein Dank dem Klassenvorstand der Schiedsrichter-Zunft, Herrn Fritz Stuchlik, der mit seinen von Fingerspitzengefühl übertriefenden Besetzungs-Entscheidungen zusätzlich für einen Spannungsfaktor gesorgt hat.

Uiuiui, der Professor schweift ein wenig ab. Und Manuel Schüttengruber zeigte diesmal auch eine Leistung, die seiner Zunft gerecht wird (zumindest in der ersten Hälfte, in der zweiten waren einige Entscheidungen kurios), auch der Regen hörte vor Spielbeginn auf.  Zurück zum Thema, den Zensuren für die wackere Klasse. Leider reichte es zu keinen Punkten ...

 

Szabolcs Safar: 3

Bei einem weiten Ball kam er gut heraus, ansonsten musste er in Halbzeit eins eigentlich nicht angreifen. Bei der Topchance der Austria im ersten Abschnitt musste er nicht in Erscheinung treten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte er nach einer Flanke eine souveräne Faustabwehr. Beim ersten Gegentor war "Safi" zu weit vor seinem Gehäuse. Bei Gegentreffer zwei und drei war er ohne Chance.
 

Thomas Bergmann: 3

Thomas hatte zu Beginn etwas Probleme mit seinem Stellungsspiel, steigerte sich aber von Minute zu Minute. Sein Laufpensum war auf alle Fälle vorbildlich. Etwas mehr offensive Akzente wären wünschenswert, allerdings leistete er sich keine groben Schnitzer.
 

Sebastian Siller: 2

Der Liganeuling hatte strahlte wieder viel Ruhe aus. Die Innenverteidigung mit ihm wirkt nun wesentlich harmonischer. Auch offensiv tauchte Sebastian immer wieder auf. So stellt man sich eine gute Leistung vor!

Martin Svejnoha: 3

An der Seite von Siller zeigte er in Halbzeit eins eine gute, abgeklärte, routinierte Leistung. Keine Aussetzer von ihm, so wollen wir es sehen! Im zweiten Abschnitt beging er ein unnötiges Foul an der Strafraumgrenze, Gott sei Dank blieb es ohne Folgen.

Christian Schilling: 4

Wie bei Thomas Bergmann wechselten auch bei ihm Licht und Schatten. Fast alle Angriffe der Veilchen liefen über seine Seite, des Öfteren zog er dabei den Kürzeren. In der zweiten Halbzeit trat er etwas solider auf.

Marco Kofler: 4

Der Hüne war wieder einmal extreme kompromisslos, auch gegen Sebastian Siller, der sich nach einem „Duell“ mit dem eigenen Mitspieler einige Sekunden den Kopf hielt. Er gewann sehr viel Zweikämpfe, gab den Ball leider häufig schnell wieder her.

Daniel Schütz: 3

Der Steirer zeigte zu Beginn einen guten Schuss, stand dann ganz klar im Schatten von Christoph Saurer. Was aber bei ihm auffällt und auch von Mitspielern in Interviews angedeutet wurde, ist, dass er jetzt ganz klar Führungsqualitäten zeigt und lautstark taktische Anweisungen gibt. Schon allein dafür hat er sich keine schlechte Note verdient.

Christoph Saurer: 2

Unglaublich, was hat der Trainer mit dir gemacht? Gutes Auge, Fighten bis zum Umfallen, tolle Schüsse, wo waren diese Aktionen im Hebst? Er war der Dreh- und Angelpunkt im Spiel unserer Mannschaft. In der Form wollen wir dich weiter sehen, Christoph!

Lukas Hinterseer: 4

„Hansi“ leitete einen guten Angriff ein, zeigte wieder viel Engagement, war ein Aktivposten. Bei einem Kopfball von ihm in Halbzeit eins musste Lindner nicht zittern. Seine Leistung war nicht überragend, aber keineswegs schlecht. Er führtedie meisten Zweikämpfe im schwarz-grünen Dress, verlor leider auch sehr viele.

Alexander Hauser: zu kurz eingesetzt

Der Kapitän zeigte sich in der Anfangsphase gut, musste aber schon nach 25 Minuten verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen.

Marcel Schreter: 5

Das schwarz-grüne Urgestein zeigte sich ja sehr bemüht, verlor aber in der ersten Halbzeit jeden (!) Zweikampf. Bei aller Liebe, das war einfach zu wenig, vor allem, wenn man um eine Vertragsverlängerung kämpft.

Christopher Wernitznig: 4

Also auffällig war er nach seiner Einwechslung nicht wirklich, außer, dass er sich die Gelbe Karte abholte. Sein Highlight  in dieser Partie war ein Schuss in Halbzeit zwei, der ins Out abgefälscht wurde. Insgesamt sah man deutlich, warum er momentan nur zweite Wahl ist. Offensive Impulse waren Fehlanzeige.

Simon Piesinger: zu kurz eingesetzt

Julius Perstaller: zu kurz eingesetzt

 

 

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