Marcel Schreter zu den letzten zehn Jahren im schwarz-grünen DressVon der Andreas Hofer Statue ging es zur nahe gelegenen Aussichtsplattform. Man sieht auf das Tivoli Stadion. Im zweiten Teil von „inteam" mit Marcel Schreter blickt der Mittelfeldspieler mit dem tivoli12 magazin von oben nochmals zurück auf die bisherige Karriere der schwarz-grünen Nummer 13. Der Linksfuß kann auf eine steile Laufbahn mit etlichen Hochs, aber auch kleinen Tiefs, (zurück)blicken.

 

 

 

 

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Marcel, da unten steht das Tivoli. Zehn Jahre bist du nun schon bei Wacker Innsbruck. Was waren die absoluten Höhepunkte in dieser Dekade?

Die Aufstiege waren die ersten Highlights. Aber der absolute Höhepunkt für mich war das Spiel in Pasching gegen die Red Bull Juniors. Viele schwarz-grüne Fans waren dort. Mir sind die zwei Tore zum Aufstieg geglückt. Ich werde dies in meiner Karriere nie wieder vergessen.

Wie bist du damals zum FC Wacker Innsbruck gekommen?

Ich spielte bei meinem Dorfverein in Telfs seit meiner Jugend. Mein Traum war immer Profifußballer zu werden. Im Alter von 18 oder 19 Jahren kamen mir Zweifel, ich legte den Traumberuf beiseite. Dann kam ein Angebot von Wattens, der Traum wurde wieder stärker und ging schlussendlich in Erfüllung.

Du hast den Durchmarsch mitgemacht. Glaubst du die Bundesliga kam für einige, junge Spieler zu früh?

Nein, ich glaube nicht. In der englischen oder der spanischen Liga stehen 16- und 17-jährige in der Startformation. Vom Alter her sind keine Grenzen gesetzt. Junge Spieler passen und gehören in die Bundesliga.

2009 war ein schwieriges Jahr für dich. Da musstest du den Sprung vom Nachwuchs- zum Führungsspieler schaffen. Man stellte dir die Rute ins Fenster. War es ein wichtiger Entwicklungsschritt in deiner Karriere?

Es war ein wichtiger Schritt, dass sie es mir klipp und klar gesagt haben, wo mein Weg lang gehen sollte. Dies hätte auch das Ende des Profigeschäfts bei mir sein können. Es war ein Knackpunkt. Ich dachte bei mir, ich habe Familie, ich muss den Sprung zum Führungsspieler schaffen. Ich habe es Gott sei Dank geschafft.

2011 war auch kein leichtes Halbjahr für dich. Du hattest im Herbst ein wenig die Seuche am Fuß. Wie gehst du damit um? Steckt man dies als Profi locker weg oder kann es zu einem Problem vielleicht auch im Kopf werden?

So ein Jahr steckt man nicht locker weg. Es war nicht nur sportlich ein Seuchenjahr. Auch privat. Mein Opa und meine Oma sind verstorben. Es ging nicht mehr so wie im Jahr 2010. Damals konnte ich dich Augen zu machen und habe von überall getroffen. Ich muss weiterarbeiten. Es dauert jetzt schon einige Zeit, aber ich lasse den Kopf nicht hängen. Es geht sicher wieder bergauf.

Du hast schon den zweiten Aufstieg in die Bundesliga mit deinen zwei Toren in Pasching angesprochen. Wie war dies beim Abstieg? Hast du kurz darüber nachgedacht zu einem Bundesligaverein zu wechseln, um weiter Bundesliga zu spielen? Oder war es für dich immer klar bei Wacker Innsbruck auch in Liga Zwei zu bleiben?

Für mich war immer klar, ich möchte beim FC Wacker Innsbruck bleiben. So kam es dann auch zustande. Viele haben gesagt, sie gehen weg, um Bundesliga zu spielen. Ich war nicht so verbissen darauf in der Bundesliga zu spielen. Außerdem wusste ich, dass der FC Wacker Innsbruck, ein Traditionsverein, unbedingt wieder nach oben will. Walter Kogler kam und stellte eine gute Mannschaft zusammen, da war mir eins klar: Es wird nicht lange dauern, bis Schwarz-Grün in die Bundesliga zurückkehrt.

Hast du noch Kontakt zu deinem ersten Verein, dem SV Telfs?

Sehr oft. Wenn es mir ausgeht, besuche ich ihre Heimspiele. Dann gehe ich noch in die Kantine und trinke ein Gläschen mit den Burschen. Ich kenne noch einige. Der Kapitän des SV Telfs, Daniel, ist mein Trauzeuge und einer meiner besten Freunde. Ich habe noch viel Kontakt mit dem Verein.

Du hast in einem Vorbereitungsspiel ein Tor in der Längenfeldarena in Innsbruck geschossen. Kannst du dich an dieses Tor noch erinnern?

Ich kann mich sehr gut erinnern. Damals hieß es Längenfeldarena, aber es war ein Tor im Tivoli gegen den Hamburger SV. Am Tivoli.

Es gibt einen Spot im Stadion. Wenn man sich jetzt die Distanz ansieht, wie oft hast du, Hand aufs Herz, schießen müssen, um die Kaffeetasse von Walter Kogler zu treffen?

Zwei oder drei Mal musste ich schießen, bis es funktioniert hat.

 

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