b_350_1200_16777215_00_images_201718_fanleben_fv_cup3.jpgJeder blamiert sich so gut er kann. Der FC Wacker Innsbruck regelmäßig im Cup. Gut, der Cup hat eigene Gesetze und man kann da schon ausscheiden. Gegen wen auch immer. Ob unglücklich ausscheiden, mit fliegenden Fahnen untergehen, alles egal, aber doch nicht gegen Regionalligisten regelmäßig den Hintern versohlt bekommen. Vier Gegentore gegen biedere Amateure sind für die Fans des FC Wacker Innsbruck wie ein Stich ins Herz. Und obendrein ein Anschlag auf die nicht gerade vollgestopfte Vereinskasse.

 

So ein Hexenkessel

Da kann einem schon einmal das Herz in die Hosen rutschen. Gut 650 Zuschauer haben sich in das Wörtherseestadion verirrt. Die Arena würde 32.000 Fans Platz bieten. Aber vielleicht haben die paar Zuschauer dort so einen Krach geschlagen, dass den Unseren nur ein Beistrich in den Hosen blieb. Die Kulisse konnte einen schon beeindrucken. Gegen diese Massen an Begeisterung sind die rund 50 (!) Schwarz-Grünen im Gästesektor machtlos gewesen. Diese sollten von den Spielern allerdings ihre Kosten für diese Fahrt zurückverlangen. Schluss mit der Ironie. So darf sich ein FC Wacker Innsbruck in der dritten Cuprunde nicht präsentieren. Schon gar nicht gegen den Tabellenneunten der Regionalliga Mitte!

Das Spiel

Das Spiel begann für den FC Wacker Innsbruck denkbar schlecht. Die Schwarz-Grünen sind da recht früh in Rückstand geraten. Und das auch noch durch ein Eigentor. Aber der FCW hat das Spiel noch vor der Pause gedreht. Bis dahin ist eigentlich alles auf Schiene gewesen. Nach der Pause haben die Innsbrucker ihren Druck erhöht und kamen zu guten Torchancen. Ehe eine Schlüsselszene des Spiels die Klagenfurter wieder zum Leben erweckt hat. Deren erstklassiger Torhüter klärte ca 30 (!) Meter vor dem Tor und im Gegenzug krachte es im Gehäuse des FCW. Danach haben die Unseren alles versucht das Ruder herum zu reißen. Aber im Konter hat es dann noch zweimal im Kasten der Innsbrucker eingeschlagen. Ein Tag zum vergessen!

Die Fans

Viele Fans des FCW fühlen sich verschaukelt. Hat man nach den starken Auftritten der letzten Meisterschaftsrunden auf eine Trendumkehr in Schwarz-Grün gehofft, so haben vier Gegentore bei einem biederen Regionalligisten ihre Spuren hinterlassen. Nach den letzten Spielen konnte man zurecht glauben, die Innsbrucker seinen spielerisch das beste Team der Liga. Ein Rückschlag, ein Schuss vor dem Bug zur rechten Zeit, oder was?
Das wird der kommende Montag zeigen. Da geht es in der Meisterschafft zum Tabellennachbarn aus Liefering, nach Grödig (18.30 Uhr). Dort heißt es, „verlieren verboten“ und Reaktion zeigen!

Aber man darf jetzt nicht die Performance des FC Wacker Innsbruck an einem Spiel aufhängen. Das war ein Cupspiel mit schlechter Körpersprache, zu wenig Mut, zu vielen Unsicherheiten, ein viel zu ungenaues Passspiel. Aber der Cup hat eigene Gesetze. Das passiert und jetzt heißt es Mund abputzen und weiter geht’s. Die Spieler wissen selbst, was und wie sie es verbockt haben. Und für uns Fans kann ich sagen, man darf sich ärgern, kurz schütteln und den Fokus auf die Meisterschaft legen. Der Zwölfte Mann könnte das Zünglein an der Waage werden und unsere Mannschaft hat schon bewiesen, dass sie jeden schlagen kann und sich normalerweise voll ins Zeug legt. Was ist dagegen schon eine verlorene Cuppartie!?

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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