Egoitz JaioDas tivoli12 magazin traf Neuzugang Egoitz Jaio und durfte sich von seiner sympathischen und bescheidenen Art selbst ein Bild machen. Obwohl Egoitz durchaus gut Englisch spricht wollten wir unseren Seherninnen und Sehern doch das Vergnügen bereiten ihn und Jasmin Steiner, Mitarbeiterin im Clubmanagement des FC Wacker Innsbruck und ausgebildete Italienisch und Spanisch Lehrerin, in seiner Muttersprache parlieren zu hören.



Egoitz, herzlich Willkommen beim FC Wacker Innsbruck! Die erste und wichtigste Frage: Wie geht es dir nach dem kleinen Malheur beim Zusammenstoß mit Marco Köfler beim Testspiel in Jenbach?

Ich bedanke mich für die herzlichen Begrüßungen in den letzten Tagen! Ich habe über den Klub sowohl von Inaki Bea als auch von Carlos Merino sehr viel Positives gehört. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich hierher kommen durfte. Ich habe meinen "kleinen Unfall" gut verkraftet. Es tut mir sehr Leid, dass mir das gleich zu Beginn passiert ist und ich jetzt schon ausfalle. Es geht mir gesundheitlich ziemlich gut. Es ist ein etwas eigenartiges Gefühl mit den Breackets, aber wenn es mit dem Heilungsprozess so weiter geht, dann steige ich am Montag wieder normal in das Mannschaftstraining ein.

Was kannst Du außer Radfahren auf dem Ergometer machen?

Aufgrund des Drucks im Rachen und wegen des Blutes konnte ich das Mannschaftstraining nicht mitmachen. Ich bin viel auf dem Ergometer gesessen und habe jetzt wieder mit dem Laufen beginnen dürfen. Im Fitnessraum kann ich die Muskelaufbauübungen auch machen.

Du warst beim Kurztrainingslager in Südtirol dabei. Welche ersten Eindrücke hast Du vom Team und dem Klub gewonnen?

Ich habe einen sehr guten Eindruck im Allgemeinen. Ich vergleiche es mit den Trainingsmöglichkeiten, dem Kunstrasen, dem Stadion, überhaupt vom Trainingsbereich in den Katakomben und den Kabinen mit dem Level, den ich in der Primera Division kennen gelernt habe. Vom ersten Tag an läuft hier alles sehr professionell ab. Auch was die Trainer und die Spieler anbelangt, läuft alles professionell. Zum Beispiel hängen immer die Trainingspläne zusammen mit den Trainingsinhalten und dem Zeitablauf aus, was ich so aus Spanien nicht gewohnt bin. Das finde ich toll. Mit den Mannschaftskollegen verstehe ich mich relativ gut. Ich habe ein paar Schwierigkeiten, weil hier natürlich alles in Deutsch läuft, vor allem auch mit dem Dialekt. Das geht noch nicht so gut. Aber ich verständige mich auf Englisch. Darin bin ich noch besser. Wichtige Dinge übersetzen mir die Mitspieler.

Hast Du vor, dich der deutschen Sprache anzunähern?

Das habe ich auf jeden Fall vor! Ich habe Lust darauf Deutsch zu lernen. Ich wurde auch schon gewarnt, dass Deutsch eine relativ komplizierte Sprache ist. Aber ich will es unbedingt lernen um mich mit den Mannschaftskameraden unterhalten zu können. Damit ich Englisch beiseite lassen kann.

Wir haben mit Carlos Merino und Inaki Bea bereits sehr gute Erfahrungen mit Basken gemacht. Was hat dich dazu bewogen nach Innsbruck zu kommen?

Ich habe die letzten 11 Jahre in Spanien gespielt. Schon immer hatte ich den Wunsch ins Ausland zu gehen. Bisher hatte sich die Möglichkeit nicht ergeben und plötzlich kam von heute auf morgen dieses Angebot. Das war für mich ein Highlight. Da habe ich nicht lange überlegt und diesen Schritt gemacht, solange ich noch ins Ausland gehen kann - noch dazu zu diesem Verein. Denn Carlos, mit dem ich ein Jahr zusammengespielt habe, und Inaki haben beide so positiv über den Verein gesprochen, dass ich mich jetzt freue hier sein zu dürfen.

Du sollst neuer Abwehrchef sein. Wie siehst Du deine Rolle und wo liegen deine Stärken auf dem Platz?

Ich bin in keinster Weise der Abwehrchef! Wir sind hinten zu viert auf gleicher Höhe. Es ist wichtig, dass wir als Viererteam zusammenarbeiten und nicht, dass ich hier der Chef bin. Es ist wichtig, dass alles auf einer Ebene funktioniert. Meine Stärken liegen im Überblick über das Spielgeschehen. Ich bin relativ flink in den Bewegungen aber ein ruhiger und bedachter Spieler. Ich versuche mich am Anfang in den Abwehrverbund einzufügen und mit meiner Erfahrung hilfreich zu sein.

Wenn man sich mit Fans von Numancia (Anm.: zuletzt spielte Jaio sieben Jahre für CD Numancia) unterhält, werden deine Stärken im Kopfballspiel, der Routine und Übersicht genannt. Siehst Du das auch so?

Ich bin ein ganz normaler Fußballspieler aus der Segunda Division. Aufgrund meiner Größe habe ich im Kopfballspiel natürlich Vorteile, aber ich unterscheide mich jetzt nicht großartig von anderen Spielern.

Hast Du dich über die österreichische Bundesliga und unser Gegner informiert?

So richtig intensiv konnte ich mich damit noch nicht befassen. Im langen Gespräch mit Carlos Merino habe ich mich natürlich über die Liga informiert. Die grundlegenden Dinge weiß ich: 10 Mannschaften, jeweils 4 Spiele gegeneinander, Austria wurde Meister, Salzburg hat eine starke Mannschaft. Wo aber die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Gegners liegen, weiß ich in der Kürze der Zeit noch nicht.

Welche persönlichen Ziele hast Du in dieser Saison?

In erster Linie möchte ich der Mannschaft helfen und alles geben was in meiner Macht steht um die Ziele des Teams zu erreichen. Und natürlich will ich, dass sich meine Frau und mein Kind so schnell wie möglich in Tirol wohlfühlen und integrieren.

Dann bedanken wir uns herzlich und wünschen Dir viel Glück!

Danke!

 

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Christian Hummer Christian Hummer

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