Weiterlesen: Aussendung der organisierten Fanszene des FC Wacker Innsbruck zur Absage des Westderbys am...

Das tivoli12 magazin wurde gebeten, folgende Stellungnahme zu veröffentlichen:

Nach über zehn Jahren Abstinenz sollte es am 28. August endlich wieder zu einem traditionellen Westderby zwischen Wacker Innsbruck und Austria Salzburg kommen. Allerdings untersagte die Bezirkshauptmannschaft drei Tage vor dem geplanten Anpfiff die Austragung des Spiels.

In den Medien fanden sich schnell die Schuldigen für die Absage. Die verfeindeten Fanlager machen eine sichere Abwicklung des Spieles unmöglich. Wir weisen dies als Ausrede zurück, denn die entscheidenden Fehler, die zur Absage geführt hatten, wurden von anderer Stelle schon Wochen zuvor gemacht. In dieser Aussendung wollen wir unsere Sicht der Dinge darlegen.

Die Vorfreude innerhalb der Fanszene auf dieses so lange vermisste Derby war natürlich riesig und so begann die Fanszene in Innsbruck schon in der Sommerpause mit den ersten Planungen. Von Beginn an zweifelten wir am geplanten Austragungsort in der oberösterreichischen Kleinstadt Schwanenstadt. Bekanntlich gab Austria Salzburg das Stadion „Vor der Au" als Ausweichstadion beim Lizenzierungsantrag für die Bundesliga an. Sowohl Behörde als auch Liga genehmigten ausgerechnet den lediglich mit Tribünenteile versehenen Sportplatz in Schwanenstadt für Risikospiele. Wie sollte das nur funktionieren? Das Stadion in Schwanenstadt bietet nur 3000 Besuchern Platz, darunter nur 300 Plätze für Gästefans. Der Gästesektor ist noch dazu schlichtweg ein Käfig, mit unzureichender Sicht auf den Rasen. Geeignete Infrastruktur im und um das Stadion – Fehlanzeige. Zusätzlich verspricht der gemeinsame An- und Abreisewege der Gäste- und „Heim-"Fans so manches Potential für Auseinandersetzungen, da lediglich eine Zubringerstraße zum Stadion führt.

Noch in der Sommerpause gab es ein Treffen zwischen Fanclubs, Vereinsvertreter von Wacker Innsbruck und Behörden, um in Sachen Ausnahmegenehmigung für Pyrotechnik Unstimmigkeiten auszuräumen. Schon da wurden erste Bedenken bezüglich des Austragungsortes geäußert, die von Seiten des Vereins erwidert wurden. Beide Seiten wünschten sich eine Austragung in einem besser geeigneten Stadion, vorzugsweise erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um so vielen Wackerfans wie möglich die Chance zu geben, bei diesem Spiel dabei zu sein. Diese Bemühungen blieben erfolglos und so starteten die Fanclubs der Nordtribüne mit den Planungen für eine Busfahrt nach Schwanenstadt.
Aufgrund des immer noch unklaren Austragungsortes wurde der gängige Slogan „Alle auf nach Salzburg" durch ein allgemeines „Alles gegen Salzburg" ersetzt. In den Medien sorgten Plakate und Flyer mit ebendieser Aufschrift für einen ersten Aufschrei. Mittlerweile schienen alle bis auf die zuständigen Organe der Behörden und Bundesliga zu begreifen, dass man ein solches Spiel nicht vor 3000 Fans austragen kann.
Allein von schwarzgrüner Seite war mit rund 1000 Fans zu rechnen und nach den Spielen von Salzburg gegen den LASK und Liefering war auch klar, dass rund 2.700 Plätze für die „Heim-"Fans unzureichend sind.

Rund drei Wochen vor dem geplanten Termin kam es neuerlich zu einem Treffen zwischen Fanszene und Vorstand des FC Wacker. Wiederum wurden von beiden Seiten Bedenken geäußert, der Verein berichtete uns von den vergeblichen Bemühungen ihrerseits, ein anderes Stadion zu finden. Gemeinsam versuchten Verein und Fans eine Lösung für die Kartenproblematik, eine halbwegs gerechte Aufteilung innerhalb der Fanszene, zu finden. Laut Vereinsangaben gab es zu diesem Zeitpunkt auch schon Treffen mit Austria Salzburg und der Polizei. Alle Beteiligten waren gegen eine Austragung in Schwanenstadt, nur fehlte die Alternative.

Zehn Tage vor dem Spiel wurde bekannt, dass Austria Salzburg 500 Gästetickets zur Verfügung stellen würde, welche aber von Wacker Innsbruck verkauft werden müssten und nur personalisiert abgegeben werden sollten. Über ein datenschutzkonformes Vorgehen machte sich der Veranstalter allerdings keinen Kopf. Zusätzlich hätte es diese Karten erst nach dem Heimspiel gegen Austria Lustenau zu erwerben gegeben. Folglich hätte jeder Wackerfan, der das Westderby im Stadion verfolgen wollte, innerhalb von vier Tagen, noch dazu unter der Woche, in den Wackerladen kommen müssen, um sich eine Karte zu holen. Für uns eine absolut untragbare Farce! Fans aus dem Ober- oder Unterland, oder gar aus anderen Bundesländern, hätten schlichtweg keine Chance gehabt, an Tickets zu gelangen.
Zudem wusste niemand so genau, was mit den gesammelten Daten passiert wäre. Sollte es zu Vorfällen kommen, wäre dann jede Person, die ihren Namen für ein Ticket abgegeben hat, dabei gewesen und somit schuldig? Noch mehr verwundert das eigenmächtige Vorgehen des „Fanvereins" Austria Salzburg bezüglich personalisierter Karten, da dies keine Bedingung der Behörden war. Es stellt sich der Verdacht, dass der Veranstalter wider besseren Wissens die Austragung in Schwanenstadt durchdrücken wollte.
Zu diesem Zeitpunkt waren in den angebotenen Busse der Fanclubs nur mehr Restplätze frei und somit rund 500 Wackerfans schon für die Fahrt gemeldet. Der Veranstalter Austria Salzburg hatte bis zu diesem Zeitpunkt den Vorverkauf für dieses Spiel nicht gestartet. Nach erneuten Gesprächen mit Vereinsverantwortlichen von Wacker Innsbruck gelangte man zum gemeinsamen Standpunkt, dass ein personalisierter Verkauf auch aufgrund der kurzen Zeitspanne nicht durchführbar war.

Danach begann die allseits bekannte Schikane der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, die zuerst geschickt eine Verzögerungsstrategie bezüglich eines positiven Bescheids für die Veranstaltung fuhr, um dann völlig undurchführbare Auflagen zu fordern. So sollte der Veranstalter Austria Salzburg innerhalb von drei Tagen den Bau einer Zusatztribüne für Gästefans, neue sowie höhere Zäune, und sogar den Abbau einer Baustelle bewerkstelligen. Da diese Umbauarbeiten für Salzburg zeitlich sowie finanziell nicht zu stemmen waren, folgte nun die bekannte Absage des Spitzenspiels der 7. Runde.

Was nun bleibt ist die Frage, wer für dieses ganze Chaos im Vorfeld sowie die schlussendliche Absage verantwortlich ist.
Uns stellt sich die Frage, wie ein derartiges Stadion in Schwanenstadt von der Bundesliga sowie Behörden kommissioniert und für ligatauglich, auch für Risikospiele, erklärt werden konnte.
Wieso hat die Behörde so lange gezögert und erst ein paar Tage vor dem Spieltermin Auflagen erstellt, die klarerweise nur zu einer Absage führen konnten?
Lange im Vorfeld waren sich Fans, Vereine und scheinbar auch die Polizei einig, dass dieses Stadion ungeeignet ist. Reicht das nicht aus um bei der Bundeliga einen Prozess des Umdenkens auszulösen und gefällte Entscheidungen in Frage zu stellen?
Warum bekommen die Fans in den Medien den Schwarzen Peter zugeschoben, obwohl es zu keinerlei Vorfällen gekommen ist? Sollte das große Faninteresse in einer ansonsten mäßig interessanten Liga nicht positiv gewertet werden?
Die Versuche des Veranstalters Austria Salzburg das Spiel nun als Geisterspiel, also mit einem kompletten Zuschauerausschluss, durchzudrücken, weisen wir zurück und sehen darin nur einen untauglichen Versuch einer drohenden Strafe der Bundesliga zu entgehen.
Diesem Wahnsinn werden wir uns nicht beugen und werden trotz aller Hindernisse die uns in den Weg gelegt werden zum Derby fahren! Wir rufen alle Wackerfans dazu auf es uns gleich zu tun. Auf nach Schwanenstadt – für unseren FC WACKER INNSBRUCK!
Denn nur den Fans gehört das Spiel!
Die organisierten Fanclubs des FC WACKER INNSBRUCK

Weiterlesen: Freier Fall mit AnsageMan möge meinen, Fußball spielt sich am grünen Rasen ab und dauert im Regelfall 90 Minuten. Aber das ist natürlich purer Schwachsinn. Millionen Leute lieben diesen Sport wegen der Diskussionen, der engen Verbundenheit mit ihrem Verein und dem Geschehen auf den Tribünen. Aber Fußball findet auch hinter Bürotüren statt, am Reißbrett und sogar in der Politik. Ohne richtige Strukturen und einem Bekenntnis zum Sport ist das ein Kampf gegen Windmühlen.

Weiterlesen: Es war einmal …Es war einmal... So beginnt so gut wie jedes Märchen. Doch märchen- oder gar traumhaft war die Zeit zwischen der letzten Winterpause und der eben laufenden für den FC Wacker Innsbruck leider ganz und gar nicht. Hoffte man im Lager der Schwarz-Grünen zu Winterbeginn 2013 noch auf den Klassenerhalt, erwies sich dieser gar nicht so märchenhafte Wunsch als unerfüllbar und endete mit einem bitteren Abstieg in die Sky Go Erste Liga. Nun tröstete man sich im Umfeld des 101-jährigen Patienten mit Aussicht auf Besserung der Situation. Zuerst änderte sich das Mannschaftsgesicht und es wurde einerseits deutlich jünger, andererseits mit Erfahrung garniert. Junge aufstrebende Spieler kamen an den grünen Inn oder rückten aus der zweiten Mannschaft in den Blickpunkt. Die Erfahrung wies bekannte Tiroler Gesichter und internationales Flair auf. Mit dieser Mischung durfte sich der Rekordspieler und trotz Abstiegs nach wie vor Trainer des Traditionsklubs Michael Streiter über gute Ergebnisse in der Vorbereitung gegen namhafte Gegner freuen. Doch kaum ging es um Meisterschaftspunkte, sah sich der treue Anhänger in die Bundesliga versetzt. Die ersten Spiele wurden zum Teil unglücklich und auch mit wenig guten Leistungen verloren.

Weiterlesen: Mehr als ein SignalGroß war die Verwunderung als im November angekündigt wurde, die Kampfmannschaft könne nicht wie üblich im Rahmen ihrer Vorbereitung ein Trainingslager in wärmeren Gefilden abhalten. Einsparungsmaßnahmen zwangen den Vorstand zu dieser Entscheidung. Die unterirdischen Leistungen der Spieler führten zu einem eklatanten Zuschauerschwund und somit zu Einnahmensverlusten. Darüber hinaus musste natürlich auch der Trainerwechsel finanziert werden. Das für Zweitligaverhältnisse durchaus ansprechende Budget ächzte unter diesen Zusatzbelastungen doch gehörig.

Weiterlesen: Die grüne LeuchtraketeWenn man in dieser Jahreszeit aus dem Fenster schaut, dann glaubt man das kaum. Trotz eisigen Windes und klirrender Kälte sprießt ein Pilz dem frostigen Nachthimmel entgegen. Zum Gedeihen suchte sich der Pfifferling aber eher ein lauschiges Plätzchen aus: Mein Wohnzimmer oder genauer gesagt, meinen 15 Zoll Monitor meines Laptops. Da ist er gewachsen, der Fliegenpilz, oder ist es der weit giftigere Knollenblätterpilz? Könnte sich zur Krampuszeit aber auch um einen Teufelspilz handeln. Nur eines war im „Kasterl“ klar zu sehen: Der Pilz ist giftgrün!