Weiterlesen: Didi Constantini und das fehlende WissenDidi Constantini erfreut die Leser der Tiroler Tageszeitung mit einem Kommentar auf Seite zwei der Ausgabe vom 10. 4. 2013 mit einer Stellungnahme zur aktuellen Situation des FC Wacker Innsbruck. Im Grunde ist es, wie schon im Forum angemerkt worden ist, eine leere Worthülse, doch wir haben uns die Arbeit angetan und beschäftigen uns mit den inhaltlichen Punkten.

Weiterlesen: Stell dir vor, es ist Frühjahrsauftakt... und keiner geht hinSchön war sie, die heute zu Ende gehende Schi-WM. Aber handelt es sich hierbei um einen Kommentar zum Großereignis schlechthin in Österreich im Jahr 2013? – Natürlich nicht. Wobei, ein Blick nach draußen verrät, dass König Fußball in der Alpenrepublik derzeit noch einen sehr schweren Stand hat. Wenn man sich beispielsweise die „hochalpinen" Trainingsmöglichkeiten auf dem wackeren Trainingsplatz zu Gemüte führt, denkt man eigentlich ausschließlich an Schladming und den Wintersport. Doch die Antwort auf diese Problematik haben wir ja bei der Pressekonferenz der Bundesliga erhalten: Also, man sollte schon eine Rasenheizung haben. Lizenzauflage? – Fehlanzeige! Empfehlen kann man in diesem Land ja viel, siehe Stadionanforderungskatalog der Bundesliga. In diesem werden Rasenheizungen nur bei Neu-oder Umbau verpflichtend vorgeschrieben. Österreichische Lösungen machen selbstverständlich auch vor der Bundesliga nicht halt.

Da fragt man sich dann natürlich schon, warum ausgerechnet Mannschaften, die eine Rasenheizung installiert haben, zum Frühjahrsauftakt „fremdgehen" müssen, und das am 16. Februar. Schnee und Eiseskälte in Österreich zu diesem Termin? - Damit kann man natürlich nicht rechnen! Es drängt sich schon die Frage auf, warum man nicht einfach das Heimrecht tauscht, damit der überwiegende Teil der Mannschaften mit Rasenheizungen Mitte Februar Heimspiele ausrichten. Wer hat was davon, wenn man auf „Eislaufplätzen" antreten muss, oder wie alle Jahre wieder Spiele abgesagt werden müssen? – Wohl keiner. Dass dann eintritt, womit man eigentlich zwangsläufig rechnen muss, nämlich eine Spielabsage in Kärnten (WAC gegen Salzburg), ist wohl nicht weiter verwunderlich.

Ein weiterer Aspekt dabei ist auch, dass Mannschaften mit Rasenheizungen auch Nachteile entstehen und somit eigentlich auch eine Wettbewerbsverzerrung erzeugt wird, wie auch Wacker Innsbruck-Trainer Roland Kirchler in einem Interview mit dem tivoli12 magazin anmerkte: Vereine mit Rasenheizung haben die Kosten für die Inbetriebnahme zu tragen, damit das Heimspiel stattfinden kann. Vereine ohne Rasenheizungen sagen die Begegnung einfach ab, ein Terminchaos ist somit schon nach dem Frühjahrsauftakt vorprogrammiert. Bei zu später Absage entstehen natürlich Kosten für die Anreise und Übernachtung, um dann vielleicht unverrichteter Dinge am nächsten Tag die Heimreise wieder antreten zu müssen - alles schon vorgekommen!

Ein weiteres Problem sind die Anpfiff-Zeiten. Um 18.30 Uhr nahm in Niederösterreich (Admira Wacker – Wiener Neustadt) und im Burgenland (SV Mattersburg – Sturm Graz) der Unparteiische seine Pfeife zum Anpfiff in die Hand. Die Beginn-Zeiten richten sich natürlich nach dem Fernseh-Partner. Jedem ist natürlich klar: „Wer zahlt, schafft an!" Allerdings ist auch in diesem Punkt zu hinterfragen, ob ein zu erwartender „Grotten-Kick" in der Intention des Fernseh-Partners liegen kann. Es muss wohl vielmehr im Sinne aller Beteiligten sein, Werbung für und mit dem Fußball zu machen. Könnte man nicht zumindest im Februar oder Anfang März die Anstoßzeiten den Witterungsbedingungen anpassen, wenn man schon während der Regentschaft des Winters dem Leder nachjagen muss?

An die Fans wird dabei offensichtlich überhaupt nicht gedacht. So viel „Frostschutzmittel" kann wohl niemanden tanken, um im klirrend kalten Stadion ausreichend Kälteresistenz zu erzeugen. Ein Blick auf die Zuschauerzahlen sagt alles: Alle Samstags-Partien blieben weit unter den durchschnittlichen Besucherzahlen. Insgesamt fanden lediglich 7.300 Zuschauer den Weg in eines der drei Bundesligastadien. Und die Bundesliga setzt gleich noch eins drauf, denn am Mittwoch, dem 27.Februar wird die gesamte Bundesligarunde um 20.30 Uhr angepfiffen! Ob der Verantwortliche dafür auch nur einmal darüber nachgedacht hat wie „angenehm" das für alle Beteiligten im Stadion auf ihren Stehplätzen, Metal- oder Plastiksitzen ist? Wohl kaum, denn diese Person wird sicherlich im beheizten VIP-Bereich zu finden sein oder zu Hause, wie soviele in dieser Runde...

Vielleicht sollte man auch über eine Ganzjahresmeisterschaft nachdenken. Auch das wäre sicher ein Ansatz, den man weiter verfolgen könnte, vielleicht sogar müsste.
Man darf gespannt sein, ob in diese Thematik endlich einmal Bewegung kommt. Es genügt nämlich nicht, alljährlich darüber zu diskutieren, gefragt sind jetzt endlich einmal Handlungen seitens der Bundesliga.

Beinahe jede Änderung wäre wohl besser für die Vereine, für das „Produkt Fußball", für die Übertragungspartner und vor allem für die Fans als der Istzustand. Auch Sponsoren investieren sicher lieber in den Fußball, wenn dieser nicht in halbleeren Stadien (zu dieser Jahreszeit nicht weiter verwunderlich!) stattfindet. Im Sport-Sponsoring geht es selbstredend darum, Reichweite zu erzielen. Auch diesem Prinzip kommt man bei solchen Witterungsbedingungen derzeit wohl nicht in ausreichendem Maße nach. Bei allen wirtschaftlichen Überlegungen darf man aber keineswegs vergessen: Es sind vor allem die Anhänger, die mit ihrem Enthusiasmus, ihrem Interesse, ihrer Leidenschaft und ihren Eintrittsgeldern das runde Leder im bezahlten Fußball rollen lassen. Wen man im Stadion begrüßen will, dem muss man auch etwas bieten, ein Spektakel, guten Fußball, Leidenschaft und nicht Leiden durch Minusgrade.

Weiterlesen: Auf Kurs trotz sinkender Einnahmen?Die Geschäftszahlen des FC Wacker Innsbruck für die Saison 2011/12 liegen seit der Generalversammlung am 18.1.2013 offen am Tisch. Mit einem Überschuss von 122.000 Euro liegt der Tiroler Traditionsverein gerade so im Rahmen der Bundesliga-Auflage, binnen zehn Jahren den verbleibenden Schuldenberg von einer knappen Million Euro abzutragen. Finanziell alles paletti also?

Weiterlesen: Eine BestandsaufnahmeWie Nebelschwaden geisterten die Testspielergebnisse in den letzten Wochen durch das Land. Interpretationsspielraum gab es zu Genüge über das tatsächliche Leistungsvermögen jener Mannschaft, die nun den Verbleib in der Bundesliga sicherstellen soll. Jener luftleere Raum zwischen Trainingslagern, Gekicke auf hartgefrorenem Boden und dem ersten Pflichtspiel im neuen Jahr gibt jedem Hobby-Trainer Gelegenheit, über den tatsächlichen Entwicklungsstand seiner Lieblingsmannschaft zu philosophieren. Bei Vereinen wie dem FC Wacker Innsbruck zehrt er an den Nerven, ist doch die tatsächliche Unwissenheit ein Luxus, den sich wohl nur die Elite der Liga erlauben kann. Wenn hingegen das sportliche Überleben auf dem Spiel steht, bleiben Fakten die beste Medizin. Und diese sollten dem treuen Tivoli-Besucher eigentlich recht gut schmecken. Denn je näher der Frühjahrsstart an uns herantritt, umso deutlicher wird, dass der FC Wacker Innsbruck zum Beginn des Jahres 2013 wenig mit der Vorjahresmannschaft gemeinsam hat. Ist dies nicht ein Widerspruch, wenn die meisten Köpfe schon im Herbst im schwarz-grünen Dress steckten?

Weiterlesen: Positives und NegativesJeder von uns kennt das. Bei einer Trennung bleibt meistens ein negativer Beigeschmack zurück und wenn man sich erinnert, hat man das Gefühl, es gibt nur schlechte Erfahrungen. Vergessen ist all das Schöne, das man zusammen erlebt und geschaffen hat.
Man erinnert sich an die Schulzeit. Schlechte Noten, Zoff mit den Lehrern und so manchem Mitschüler. Vergessen die unbeschwerte Zeit, die ausgeheckten Streiche, der Zusammenhalt damals.
Ähnlich ergeht es auch dem FC Wacker Innsbruck. Immer noch hängt der Konkurs des FC Tirol nach. Das spürt man bei der Sponsorensuche, in den Medien und auch unter den Fans. Vergessen sind die guten Zeiten, die vielen schönen Momente, die Verbundenheit mit dem Verein. Stattdessen wird gejammert, genörgelt und der Verein für kränkelnd oder gar für tot erklärt.

Medienschelte

Schlägt man frühmorgens die Zeitungen auf, liest man schon auf Seite eins nur mörderische Schlagzeilen. Da bleibt einem schon vom Inhalt her der Löffel mit dem Ei im Mund stecken. Dabei soll man den Tag positiv beginnen. Wie denn auch, wenn man nichts anderes als über Korruption, Katastrophen und Kriege liest?
Schlägt man dann die letzte Seite auf, bleibt nicht nur der Löffel stecken, nein es dreht einem geborenen Schwarz-Grünen erst recht den Magen um. Viele Sportschreiberlinge üben sich darin, wer den Verein noch tiefer in den Dreck zieht. Dabei leben diese „Redakteure“ zum Großteil von der Berichterstattung rund um den FC Wacker Innsbruck. Bei der Generalversammlung des FC Wacker Innsbruck war so ziemlich unbemerkt ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung zugegen. Da wirkt es schon komisch, dass eine große deutsche Qualitätszeitung auf den FCW aufmerksam wird und den Verein trotz seiner Schwierigkeiten "interessant und gut" befindet (Zitat des Süddeutsche-Redakteurs), die heimischen Medien (darunter sogar ein Sponsor) hingegen ständig darauf herumtreten.

Das Negative zählt

Man kennt das ja. Ist jemand wenig erfolgreich, kämpft um die Existenz, so ist er anfällig für indirektes Mobbing. Man tritt drauf, nörgelt, weiß alles besser und für den FC Wacker Innsbruck sind plötzlich tausende Präsidenten und Trainer im Land vorhanden. Jeder hat einen Plan, ein Konzept und über den Wacker wird hergezogen, wie über die böse Schwiegermutter. Da bietet sich der FC Wacker Innsbruck an, denn viele sonst nicht so erfolgreiche, wollen sich zumindest am Fußballplatz als Sieger fühlen. Und so kommt es, dass die Stimmung über den Tiroler Bundesligaverein auch unter manchen „Anhängern“ nicht die Beste ist. Man haut drauf, verbreitet sogar Unwahrheiten und bezieht sich dann auf die Pressefreiheit. Es ist den Herrn und Damen so ziemlich egal, ob sie damit jemandem schaden oder nicht. Hauptsache ihr Klientel wird befriedigt.

Die andere Seite

Vergessen sind sie, die zehn Meistertitel, die sieben Cup-Siege, zwei Mitropacup-Titel und die vielen tollen internationale Spiele und Schlachten. Ob in Gladbach, Glasgow, Salzburg, Lüttich oder Turin – die letzte erfolgreiche derartige Schlacht ereignete sich vor tausend mitgereisten schwarz-grünen Fans in Florenz – ist alles Vergangenheit und scheint nicht mehr zu zählen. Aber ist es nicht so, dass ein Fußballverein immer von Traditionen und Vergangenem lebt?
Wer der diesjährigen Generalversammlung des FC Wacker Innsbruck beigewohnt hat, weiß, wovon ich spreche. Langjährige Fans, Mitglieder und auch Funktionäre wurden geehrt. Es gab sogar nach langer Zeit wieder die ersten beiden Ehrenmitgliedschaften. Und sah man sich im Saal um, waren nicht wenige zu sehen, die schon seit den Sechzigern dem FCW die Treue halten.

Spielte man in den Neunzigern nicht um den Meistertitel mit, waren nicht einmal 2000 Fans am Tivoli. Und da reden wir jetzt nicht vom Abstiegskampf, sondern vom „Fight“ um die Europacupplätze. Höhepunkt war ein Spiel gegen den Erzrivalen Austria Salzburg, das nicht einmal 800 Zuschauer sehen wollten...

Treue Fans

Es wird immer gejammert: so wenige Zuschauer, so wenig Interesse. Sind fast 2000 Mitglieder nichts? Und trotz einer „fast“ katastrophalen Jahresbilanz unserer Kampfmannschaft darf man sich aktuell über einen Zuschauer Schnitt von knapp 5500 „erfreuen“. Es könnten mehr sein - sicher! Aber man soll auch mal anerkennen, wie sehr sich jene, die ständig kommen, mit dem Verein identifizieren, ihn unterstützen und dem FC Wacker Innsbruck auch weiterhin die Treue halten werden, weil sie Schwarz-Grün sind und sich von der Medienhetze nicht anstecken lassen.
Und bei den Anderen schließt sich der negativ denkende Kreis.  Stressiges in Zeitungen und im Fernsehen – immer mehr Druck am Arbeitsplatz – immer mehr Übersättigung sogenannter Großklubs im Pay-TV und eine Vielzahl an Freizeitmöglichen, ohne dass man große Wege auf sich nehmen muss, lassen die Massen am Tivoli schwinden. Qualitativ sind wir so stark, wie noch nie, wie auch die laufende Spendenaktion unserer Fans rund um die leidige Strafe der Bundesliga zeigt: http://www.tivoli12.at/nachspielfuer-den...ellig.html

Reden wir nicht immer über die, die fernbleiben, sondern über jene, die wir haben. Und die Anderen muss man zurück holen. Das geht aber nur über starke Leistungen der Mannschaft. Da helfen keine Tormelodie und keine „einzigartige“ Dress und es gibt auch kein sonstiges Wundermittel dafür. Die Wahrheit liegt am Platz!