Weiterlesen: Wenn-Dann-SonstZwei Runden noch bis Saisonende. Und das fröhliche Spiel „Hätti-Wari" ist voll im Laufen. Richtig, hätte Innsbruck im Offensivbereich verstärkt gehandelt, wären wohl mehr Tore gefallen, müsste man sich nun wohl nicht mit dem möglichen Abstieg herumschlagen. Hätte man gegen Liefering das 2:0 gemacht, gegen Floridsdorf die Chancen verwertet, wäre... Wurscht. Für dieses Spiel ist in der fußballfreien Zeit noch Platz genug. Wir beschäftigen uns lieber mit dem kaum weniger erfolgreichen Klassiker der Spieljahresabschlüsse „Was wäre wenn". Oder für Nutzer von Excel-Tutorials „Wenn-Dann-Sonst".

Weiterlesen: Hoppe, hoppe Reiter...Einem geschenkten Gaul, sagt man... Aber die Liebe zu Wacker Innsbruck ist nicht geschenkt. Sie ist gegeben, vorbestimmt, erblüht durch ein Spiel, einen Ballkünstler, durch die Liebe zur Innsbruck, zu Tirol. Sie hat schon immer in einem geschlummert, wurde nur erweckt. Was erweckt wird, kann auch wieder einschlummern, was erblüht ist, wieder verwelken. So geschehen bei zehntausenden im ganzen Land und weit darüber hinaus. Sie können und wollen, oft auch aus Selbstschutz, die Unzulänglichkeiten, das verängstigte Spiel, die selbstverschuldeten Defizite ihres einstmals so geliebten FC Wacker Innsbruck nicht mehr anschauen. Dabei würden sie gerade jetzt so dringend benötigt werden, etwa im Spiel gegen den SKN St. Pölten, in dem 3 Punkte Pflicht sind. Einmal mehr.

Weiterlesen: Obaacht, Triphthonge!*Hoiand mitonand! Ich will jetzt ja nicht wägs jedom Hännosauoch jöömora, aber was die Beärzgar aus Luschnou und Innschbrugg in den vergangenen Maunat an Dömmi fabriziert haben, war wirklich närrsch. Nachdem ich wohl gerade jeden Lustenauer mit dem kläglichen Versuch, symptomatische Wörter dieser alemannischen Eigenheit halbwegs korrekt wiederzugeben, zutiefst beleidigt habe, kann ich es auch direkt sagen: Büobli, es heißt Obaacht geo, sportlich wie sprachlich könnte der Reichshof zum Mienenfeld mutieren...

D'Bômrännar

Ganz so schlimm wie in Innsbruck war es ja wohl nicht am Rhein, könnte man meinen. Eine Jubiläumssaison hätte sich die 1914 gegründete Austria aber wohl völlig anders vorgestellt. Zweimal lag man in dieser Saison schon am Abstiegsrang, im Spiel gegen Kapfenberg in Runde 27 wirkten die Grün-Weißen bis zur 83. wie Bômrännar, in der virtuellen Tabelle hielt man schon die rouota Latäono in der Hand. Doch dann zeigten die Rotzschnauorar doch noch, dass sie tschutta können. Dominic Pürcher, Thiago de Lima Silva und Christoph Kobleder drehten in sieben Minuten ein Spiel, das schon verloren war, schleuderten Lustenau damit aus der Abstiegszone und schafften es, dass sie nunmehr in der Formtabelle der letzten fünf Spiele an dritter Stelle liegen: eine Niederlage, ein Remis, drei Siege, sieben erzielte Tore, der SC scheint sich erholt zu haben.

Butznärrsch

Wobei die Momentaufnahme der letzten fünf Runden auch andere butzärrsche Ergebnisse präsentiert: Tabellendritter und Langzeit-Aufstiegskandidat LASK? Besiegt von Innsbruck, Letzter mit nur einem Punkt, vier Niederlagen und nur zwei erzielten Toren. Aufstiegsaspirant SV Mattersburg? Verloren gegen Innsbruck und Lustenau, nur einen Punkt vor dem Abstiegsrang, drei Niederlagen bei nur einem Sieg. Die Titelaspiranten spielen jetzt hüürlifôôcha am anderen Ende der Liste. Und der Wacker? Rang zwei, einen Punkt hinter Liefering, einen vor Lustenau. Das Team mit der besten Defensive (nur ein Tor in fünf Spielen), einziger Verein ohne Niederlage. So spielt kein Absteiger. Und auch kein Bômrännar.

Touotblüotona schlucko

Die Konkurrenz im Klassenerhalt kann da nur Touotblüotona schlucko, wie Wacker Punkt für Punkt sammelt. Und das schlägt sich auch in der Tabelle nieder: erstmals seit 9 Runden konnten die Abstiegsplätze verlassen werden, erstmals in dieser Saison wurde Mattersburg gebogen. Und erstmals in dieser Saison sollen auch die Höpplar dran glauben. Zeit wäre es, denn bisher ist Wacker in Sack kau, es gab nur einen einzigen Punkt gegen die Grün-Weißen, dieser wohlgemerkt ussweärts. Die Innsbrucker haben zwar in den letzten zwölf Aufeinandertreffen in der Liga stets zumindest ein Gool gemacht, ließen sich aber zu oft absauola. Der letzte Pflichtspielsieg gegen Lustenau: 24. Juli 2009, Marcel Schreter erzielte damals Tor 3 und 4 beim 5:0 gegen seinen jetzigen Arbeitgeber. Der letzte Auswärtssieg: 08. August 2008, ein 3:2 des damaligen Tabellenführers gegen den Elften Austria. D'Kuttr schien den Tirolern in der Zwischenzeit zböuoscht wello, zuoft ließ man sich insauofa. Doch die letzten Runden geben Anlass zur Hoffnung, und das sollte doch nun auch beim Publikum Pönkt schiendo.

Stäohlo, was gnappat

Vom Hutta der letzten Jahre haben die Fans genug. Beide, die Lustenauer wie die Innsbrucker. Es wäre zu wünschen, dass es am Ende niemanden gnuppat heät, s'Gfell beiden hold ist, denn die beiden sind wirklich keine Glüfliklubs. Doch dazu braucht es Äuöli, heißt es Punkte stäohlo, was gnappat, nüt omtroola, denn die Küohpätsch liegen heuer dicht in der Ersten Liga...

* Uf Dütsch/auf Deutsch:

Obaacht - Vorsicht

Triphthong – Dreifachlaut aus drei Vokallauten, Unterscheidungsmerkmal des Luschnoua (oua – Triphtong) Dialekts von anderen alemannischen Varianten

Hoiand mitonand – Gruß an mehrere Personen

wägs jedom Hännosauoch jöömora – wegen jeder Kleinigkeit jammeren. Wörtlich: Hühnerurin

Beärzgar – kleiner Bub

Luschnou, Innschbrugg – Ortschaften im Westen Österreich mit Fußballmannschaften in der zweithöchsten Spielklasse

Maunat - Monat

Dömmi - Dummheit

närrsch - verrückt

Büobli – Bub/Buben

Obaacht geo – aufpassen, vorsichtig sein

D'Bômrännar – technisch limitierter Fußballer, der besser bei den Miniknaben spielen sollte. Wörtlich: Spechtmeise, Baumläufer

rouota Latäono – rote Laterne

Rotzschnauorar – Rotzbub. Wörtlich: Jemand, der sein Nasensekret mittels plötzlichem Einatmen nach oben zieht

tschutta – Fußball spielen

butznärrsch – völlig verrückt

hüürlifôôcha - Fangspiel

Touotblüotona schlucko – neidvoll zuschauen müssen. Wörtlich: einen sehr kleinen Bluterguss schlucken/hinnehmen müssen

Höpplar – Bezeichnung der städtischen Dornbirner für Bewohner des Marktes Lustenau. Wörtlich: Jemand, der viel Kraut isst (Höppli – Krautkopf)

in Sack kau – die notwendige Punktezahl nicht erreichen (beim Jassen). Wörtlich: in den Sack kommen

ussweärts - auswärts

Gool - Tor

absauola – austricksen (Fußball). Wörtlich: abseilen

Kuttr – nicht voll aufgepumpter Fußball, Fetznlaberl. Wörtlich: Täuberich

zböuoscht wello – feindlich gesinnt sein

insauofa – überlisten. Wörtlich: einseifen

Pönkt schiendo – Eindruck schinden

stäohlo, was gnappat – so viel als möglich steheln. Wörtlich: stehlen, was locker ist

hutta – schlecht Fußball spielen, schwere Arbeit erledigen

as heät mi gnuppat – ich habe Unglück gehabt

Gfell - Glück

Glüfliklubs – unbedeutender Verein. Wörtlich: Stecknadelverein

Äuöli – Ei (Schibboleth des Lustenauer Dialekts, besonders schwierig auszusprechen für alle nicht in der einwohnerreichsten Marktgemeinde Österreichs Beheimatete)

nüt - nicht

omtroola - umfallen

Küohpätsch - Kuhfladen

Weiterlesen: Die Rückkehr der Untoten

Sie waren bereits tot. Mausetot. Sie wurden nicht nur einmal zu Grabe getragen, wurden verabschiedet und beerdigt, mit medialen Nachrufen gewürdigt, betrauert. Und sind wieder zurückgekehrt zu den Lebenden, um dort Angst und Schrecken zu verbreiten. Naja, vielleicht nicht gerade Angst und Schrecken, aber doch ein deutlich spürbares Unwohlsein, denn man weiß nie was einem blüht, wenn sie im Stadion einlaufen: Eine undurchdringliche Wand, ein Offensivspektakel oder ein müder, gegenwehrloser Kick gegen einen Verein ohne spielerische Klasse. Es stellt sich jetzt nur eine Frage – sprechen wir vom TSV Hartberg oder von Wacker Innsbruck?

Weiterlesen: Geschichte wiederholt sichAbgestiegen. Mit großen Ambitionen in die Liga gestartet. Diese blieben unerfüllt. Im Gegenteil, die Kurve zeigte steil nach unten. So steil, dass man nach 27 Runden nur auf Rang 9 und in Abstiegsgefahr stand. Tja, die Mattersburger durchlebten eine harte Zeit. In der vergangenen Saison. Geschichte wiederholt sich, morgen treffen die Burgenländer als Aufstiegskandidat Nummer 1 auf den FC Wacker Innsbruck. Der ist abgestiegen. Mit großen Ambitionen in die Liga gestartet. Diese blieben unerfüllt, im Gegenteil...

Weiterlesen: Da PedaDer Schnauzbart kehrt zurück. Zurück auf das Tivoli, wo er einst reihenweise Gegner verängstigte. Doch nun soll der FC Wacker Innsbruck daran glauben. Ja, schon richtig, Schnauzbärte gab es viele am Tivoli, ob Werner Kriess oder Franz Oberacher, ob Manfred Linzmaier oder Peter Hristic. Sicher, es war damals ein anderes Tivoli, und ja, auch der blau-weiße FC Swarovski. Ja eh, er hat keinen Schnauzbart mehr... Gut, dann halt so: Peter Pacult kehrt zurück, doch diesmal als Gegner, als neuer Coach des Floridsdorfer AC.

Weiterlesen: Bleibt Horn der Lieblingsgegner?Da sind sie nun endlich. Die ersten drei Punkte. Der erste Sieg nach 7 Runden. Der erste volle Erfolg von vielen, die noch folgen müssen, um die Liga zu halten. Die Ziele sind klein geworden beim zehnfachen österreichischen Meister und siebenfachen Cupsieger FC Wacker Innsbruck. Und auch die Gegner und Stadien. Etwa Horn mit seinen 6450 Einwohnern und seinem 3600 Zuschauer fassenden Sportplatz am Altbachweg. Klein, aber beileibe nicht ungefährlich. Schon gar nicht für die Schwarz-Grünen in ihrer bisherigen Verfassung...

Weiterlesen: Im Prinzip, ja...Eriwan ist die Hauptstadt Armeniens, der früheren Sowjetrepublik, im Bergland des Kaukasus gelegen. Dass dort eine Radio- und Fernsehstation ist, versteht sich von selbst. Hatten die Sowjetbürger Fragen, etwa zum kapitalistischen Feindesland, wandten sie sich vertrauensvoll an Radio Eriwan und erhielten stets Antwort. Was liegt also näher, als sich mit Sorgen und Ängsten des volkseigenen FC Wacker Innsbruck vor dem Spiel gegen den Inbegriff des Kapitalismus, den FC Liefering, an Radio Eriwan zu wenden...

Weiterlesen: Im Schatten des ZweifelsDie Realität ist hart. Grausam. Und die Realität ist: Nicht nur bei einem Freund des schwarz-grünen Fußballsports hat sich schon das dumpfe Gefühl eingeschlichen, man könnte den Klassenerhalt nicht schaffen. Hat sich der Zweifel breit gemacht, ob dieses Team noch den Turnaround schaffen kann. Hat sich Resignation eingestellt ob der anhaltend schwachen Leistung, die einer Regionalliga-Mannschaft besser zu Gesicht stehen würde als einem Profiteam aus gestandenen, bundesligaerfahrenen Ballesterern. Und dieser Zweifel scheint auch schon längst in der Truppe selbst implementiert zu sein, denn anders sind diese Leistungen weit unter dem möglichen Niveau der Spieler nicht erklärbar. Die nächsten Wochen werden zum Thriller, erster Gast an den wackeren Filmabenden: der Linzer Athletik-Sportklub aus Linz.

Weiterlesen: Dreh’n und wendenDas Schöne am Fußball: man weiß nie, was geschehen wird. Dieser Sport lässt mehr Überraschungen zu als die meisten anderen Mannschaftssportarten, lässt Underdogs brillieren und Starensemble alt aussehen, bringt häufiger ungeahnte Sieger, Comeback-Kings und unerwartete Wendungen. Etwa, dass ein FC Wacker Innsbruck, nach 5 Runden auf Rang 9, in Runde 7 auf Rang vier stand. Und umgekehrt zwischen Runde 13 und 17. Und jetzt wieder zurück. Das Problem dabei: Man kann auch die Statistiken dreh’n und wenden, wie man will. Etwa vor dem Spiel gegen Kapfenberg...

Weiterlesen: Bleiben wir bitte oberflächlich!Deutschland ist in heller Aufregung. Die Medien sind randvoll, Kamerateams rücken an, der einfache Bürger empört sich auf der Straße, Experten (oder Menschen mit einer gewissen Affinität, die sich selbst als Experten bezeichnen) analysieren, oder genauer gesagt, wiederholen das eben Gesehene mit eigenen Worten, um die Wirkung zu verstärken. Tja, dann muss es ja stimmen. Oder etwa nicht? Es wird doch nicht etwa...? Hat vielleicht eine kleine Satireshow einen Finger in ein Video gezaubert, der eigentlich nie gezeigt worden war? Völlig nebensächlich, unsere Nachbarn diskutieren über ein Symptom, das wahre Problem rückt dabei in den Hintergrund. Ob dies ein deutsches Phänomen ist? Mitnichten...