Weiterlesen: Wacker Innsbrucks wunderbare Welt der HeimspieleZu Hause ist es doch am schönsten. Wenn der erste Schnee die Berge in ein romantisches Weiß hüllt, die Christkindlmärkte einen Duft von Zimt und Kiachln verströmen und der hell erleuchtete Christbaum Weihnachtsstimmung verbreitet. Gut, manche denken da eher an den grau-braunen Matsch, der von den grau-braunen Autos auf die Gehsteige gespritzt wird, betrunkene deutsche Studenten, die versuchen, betrunkene italienische Touristen bei einem (weiteren) Becher lauwarmen Glühweins zu übertönen und dem unvermeidbaren dreiundzwanzigsten Mal „Last Christmas“ aus dezent übersteuerten Kaufhaus-Lautsprechern. Zu Hause kann auch anders sein. Wer weiß das besser als der FC Wacker Innsbruck, der am Freitag noch einmal Gäste im eigenen Wohnzimmer empfängt, diesmal die Kapfenberger Sportvereinigung.

Weiterlesen: The Good, the Bad and the Ugly  Es ist manchmal schwierig, wieder in den Alltag zurückzukehren, sich mit ganz profanen Dingen zu beschäftigen, als sei nichts geschehen. Das ist aber auch nicht notwendig, denn für alles gibt es eine Zeit. Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen. Meint zumindest das Buch Kohelet (Anm.: Schrift aus der Bibel, die aus Weisheitssprüchen, praktischen Lebensratschlägen und Warnungen vor falscher Lebensweise besteht). Eine Zeit, um innezuhalten, und eine Zeit um zu feiern und sich des Lebens zu erfreuen. Oder des Spiels. Oder beides, denn Fußball ist ein Spiel, das das Leben widerspiegelt. Das Gute, das Schlechte, tja, und auch das Hässliche.

Weiterlesen: Eine Blume, lieber Ferdinand!Es war einmal ein kleiner Stier, der hieß Ferdinand. All die anderen kleinen Stiere, mit denen er lebte, hüpften und tollten und stießen sich mit den Köpfen – aber Ferdinand nicht. Er hatte sein Lieblingsplätzchen draußen auf der Weide, unter einer Korkeiche, und da lag er den lieben langen Tag unter ihrem Schatten und roch an den schönen Blumen... Sie kennen bestimmt die Geschichte von Ferdinand, dem Friedfertigen. Schade nur, dass die Salzburger Jungbullen kein Interesse an den Blumen haben, sie hüpfen und tollen und stoßen sich mit den Köpfen, ganz so, wie Ferdinands Weidegenossen. Sie sind jugendlich und wild, sie stürmen lieber nach vorne, statt hinten dicht zu machen. Das macht sie fehleranfällig - aber auch extrem gefährlich.

Weiterlesen: Waidmannsheil!Treffen sich zwei Kärntner, gründen sie einen Chor. Treffen sich Tiroler und Kärntner, ist es die 17. Runde der Ersten Liga. Treffen sich zwei Jäger... Ach, lassen wir das. Obwohl, ganz unpassend wäre es nicht. Denn beinahe gleichzeitig mit den Farben – von blau-gelb auf violett-weiß – wechselte die Austria 1960 ihre Heimat und ließ sich im neuen Stadion nieder: im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf. Dort wird sich der Innsbrucker Jagdverein auf die Pirsch legen, um den nächsten Gegner in fremdem Revier zur Strecke zu bringen.

Weiterlesen: Einmal Tofu blau-gelb, bitte!Nicht jedes Team ist gleich. Manche werden in der Liga benötigt wie ein Bissen Brot. Andere sind das Sahnestückchen der Meisterschaft. Und dann gibt es Teams, die sind – wie drück ich’s höflich aus – weder Fisch noch Fleisch. Sie sind nicht ganz top, nicht gut genug, um um den Titel mitzuspielen. Sie sind aber auch weit weg vom Abstiegskampf, viel zu gut dafür. Sie sind kein Publikumsmagnet, füllen auswärts nicht die Stadien. Sie sind aber auch nicht Liefering, das wirklich niemand sehen will. Sie sind irgenwie – Tofu. Der SKN St. Pölten ist so ein Team, das gerne übersehen wird. Und gerne unterschätzt.

Weiterlesen: High NoonEin einsames Fleckchen Erde. Ein paar wenige Neugierige, die sich fern des Geschehens in Sicherheit verbarrikadiert haben. Ein Held auf der einen Seite, ein Stern ziert seine Brust. Nicht mehr strahlend, sondern fast schon einsam und alleine, nur eine Hand voll Getreuer steht ihm noch bei. Eine Gruppe von Halunken auf der anderen, zu jeder Schandtat bereit. Nein, kein Western. Es ist High Noon. Es ist West-Derby. Der strahlende Held mit dem Stern für 10 Meisterschaften trifft auf das dreckige Dutzend aus Maxglan. So sieht es aus im wild, wild West.

Weiterlesen: Das Griß ums BalliWenn der Tabellenführer beim Zweitplazierten gastiert spricht man gemeinhin von einem Spitzenspiel. Wenn Wacker Innsbruck beim LASK spielt, dann ist das noch viel mehr. Es trifft der erfolgreichste Bundesländer-Klub (10 Meistertitel) auf den ersten Bundesländer-Titelträger (1965), beide Vereine berufen sich auf eine über hundertjährige turbulente Geschichte und beide Teams sind hungrig auf den Ball.

Weiterlesen: Aller guten Dinge sind dreiEins. So viele Vereine aus der oberösterreichischen Landeshauptstadt konnte der FC Wacker Innsbruck in dieser Saison schon aus dem ÖFB-Pokal eliminieren. Zwei. So viele Pflichtspiel-Siege gegen Linzer Teams gab es in dieser Saison bereits. Und nun wartet abermals der Linzer ASK. Zum dritten Mal in dieser Spielzeit. Aller guten Dinge sind drei, wussten schon die alten Germanen. Und die müssen es ja wissen, wenn der FC Wacker Innsbruck auf die aus ehemaligen Germania-Linz-Spielern gegründete Sektion des ASK trifft.

Weiterlesen: Ana hot imma des Bummerl...Ganz richtig ist es ja nicht. Es muss nicht immer einer verlieren, Fußball ist eine der schönen Sportarten, in denen zumindest im Liga-Betrieb ein Remis möglich ist. Nicht jedes Spiel muss einen Sieger haben, nicht jedes Duell entschieden werden, auch ein Remis, eine Punkteteilung ist ein denkbares Ergebnis. Wobei, für den Floridsdorfer AC war es diese Saison eher undenkbar. Vielmehr, ein Unentschieden hätte beinahe schon den Nimbus eines Sieges gehabt. Und vielleicht muss halt doch immer einer verlieren...

Weiterlesen: Völlig sinnlos, meine Herren!Manchmal muss es einfach gesagt werden. Die bittere, nackte Wahrheit. Unbeschönigt und ohne Auslassung. Einfach gerade heraus. Auch, wenn es schwer fällt. „Statistiken sind sinnlos. Völlig.“ So, jetzt ist es wieder einmal gesagt. Gut, Sie hören das jetzt nicht zum ersten Mal von mir - und es endet immer darin, dass ich Ihnen wieder Zahlen um die Ohren werfe. Aber das liegt nur daran, sagen Sie, dass Statistiken nur sinnlos sind, wenn man sie falsch interpretiert, falsch bewertet, falsch einsetzt. Gut. Sie wollten es so.

Weiterlesen: Da war doch mal was...?!Krems ist ein historischer Boden. Mit Schulterblättern von Mammuts bedeckte Kindergräber aus dem Paläolithikum, eine dicke Dame namens Venus aus dem nahen Willendorf, eine noch ältere, tanzende Fanny vom Galgenberg, die Menschen haben sich hier in der Wachau schon immer wohl gefühlt. Kein Wunder, dass sie auch vor 96 Jahren schon einen Fußballverein gründeten, den Kremser Sportclub. Der tingelte in seiner Geschichte sogar mal in der Staatsliga A rum, und auch die Bundesliga wurde Ende der 80er aufgesucht. Wenn Ihnen das alles nichts sagt, dann haben sie das Glück des Spätgeborenen. Denn da war mal was...