Weiterlesen: Beef, Tatar!Wenn der weiße Rausch des Winters in der Frühlingssonne verschwindet und die kollektive Benebelung durch den Skisport sich langsam auflöst, werden aus Herr und Frau Österreicher wieder Fußballexperten. Manche sagen gar Teamchefs. Die Statistik Austria weist derzeit 8,77 Millionen davon aus. Und eine breite Masse davon war sich noch vor wenigen Wochen einig, der eigentliche Teamchef entspringt dem Mainzer Fasching, nicht der Rheinländischen Fußballkultur. Dieselbe Masse nebenbei, die nun davon singt, die Mannschaft wäre am Wege zu einem neuen Höhenflug. Drei Siege in Folge gegen Staaten, die zusammen so viele Einwohner haben wie Papua-Neuguinea. Oder das aktuelle Österreich unter Kaiser Franz Joseph selig vor über 100 Jahren. Einer, der in diesen Situationen allgemeiner Enthusiasmierung stets kühlen Kopf bewahrt, ist Alfred Tatar, der Experte des Ligasponsors. Seine bedachte Zurückhaltung sollte derzeit für Innsbruck Vorbild sein, wenn man als Tabellenführer gegen Liefering antritt, denn „wenn du glaubst, es geht jetzt mehr, kommt von irgendwo ein Dämpfer her.“. Meint Tatar.

Weiterlesen: Wenns in eine Nussschale passt...Stephen William Hawking ist nicht mehr. Jener Mann, der durch eine Krankheit selbst keine Stimme mehr hatte, dessen Worte aber dennoch die Welt sprachlos machte. Gerne würd ich ja über ihn schreiben, ein paar legendäre „Wuchteln“, für die der theoretische Astrophysiker immer zu haben war, mit Fußball verbinden, irgendwie auf Wacker hinleiten. Nur, ich hab so gar keine Ahnung von dem, womit sich Hawking tagtäglich beschäftigte. Nicht einmal dann, wenn er das Universum in einer Nussschale erklärt, für Laien verständlich. Andererseits, ich hab auch keine Ahnung von Fußball und schreib darüber. Also finden wir schon einen Weg...

Weiterlesen: Ein BuchstabeWas ein Buchstabe alles ausmachen kann. Durch einen Buchstaben unterscheidet man in Vorarlberg Rheintaler von Lustenauern, denn niemand verwendet Triphtonge, also drei Vokale in Folge, so gerne wie die Reichshöfler. Da müssen andere einfach Touotblüotona schlucko, also neidvoll zuschauen. Oder verständnislos, denn der eine Buchstabe führt auch dazu, dass selbst Österreichs Alemannen manchmal Lustenauer nicht verstehen können. Ein Buchstabe ist es auch, die aus dem Besingen des Helden eine schmerzvolle Erfahrung machen, aus dem mittelalterlichen Lied zu Ehren eines Menschen eine Klage über dessen Leid. Kleinigkeiten können oft viel ändern, ein Lindenblatt zum Beispiel.

Weiterlesen: Lonely boyEigentlich muss einem ja das Herz brechen vor lauter Schmerz. Keiner will mit ihnen spielen. Gar keiner. Da laufen die anderen Buben schon frischfröhlich dem Ball nach, machen Playdates aus, ihre Eltern treffen sich und quatschen über die Probleme, die man mit dem Nachwuchs so hat – nur mit Wattens will das niemand. Dann kommt halt das, was unvermeidbar ist: der große Bruder muss raus. Und spielen. Denn dafür sind große Brüder ja da.

Weiterlesen: Den Hut wird keiner grüßen...Die Zeiten sind vorbei, dass man vor einem Namen ehrfürchtig den Hut zieht. Das meinte schon Wilhelm Tell, der Gesslers Kopfbedeckung einst den Gruß verweigerte. Angeblich. Denn sowohl der Schweizer Held als auch sein in Habsburger Diensten stehender Widerpart sind leider nur Legende. Aber was für eine. Der kleine, unscheinbare, dessen Namen kaum jemand kennt, verweigert dem auf einer Stange aufgespießten Hut den Respekt, mehr noch, verhöhnt ihn und bringt ihn letztendlich zu Fall. Was für ein Lehrstück. Vielleicht sollten die Schwarz-Grünen noch schnell Guillaume Tell von Gioachino Rossini anschauen, vorm Spiel gegen Hartberg, und das nicht nur wegen der Musik...

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