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Ausgabe: 11. März 2017

Gernot Gsellmann

Es wird immer trister und dunkler am Tivoli

Zuschauer-Minusrekord (1629), null Punkte seit der Winterpause: Innsbruck machte mit dem 0:2 gegen Liefering den schlechtesten Start in ein Erste-Liga-Frühjahr perfekt! Dabei hatte Wacker die Führung am Fuß, „doch jetzt stehen wir mit hängenden Köpfen und leeren Händen da“. Treffende Worte von Christoph Freitag ...

Mangelnde Flexibilität kann man Karl Daxbacher nicht vorwerfen. Nach den beiden Auftakt-Pleiten versuchte Wackers Coach mit einem ungewohnten System der Negativ-Spirale zu entfliehen. Mit einem 3-5-2 sollten die „Grünschnäbel“ von Liefering (nur Goalie Coronel, Neuzugang Tekir und Stürmer Prevljak sind 20 oder älter) in Schach gehalten werden. Was vor der Pause ja bestens gelang. Die Salzburger „Jugend-Weltauswahl“ (sechs Akteure spielten am Dienstag in der UEFA-Youth-League) konnte ihre gewohnte spielerische Klasse nicht auspacken, hatte mit Wackers Physis ihre Probleme. Nur: Auch die schwarz-grüne Gefährlichkeit war überschaubar. Ein Freistoß-Hammer von Roguljic aus 35 Metern und ein Spitz-Versuch von Pichlmann (39.) - das war’s.

Kaum aus der Kabine, änderte sich das Bild schlagartig. Weil auch Liefering am Spiel teilnehmen wollte. Nach einem Baumgartner-Fehler lief Okugawa alleine auf Grünwald, doch Wackers Verteidiger konnte seinen „Bock“ selbst ausbügeln (49.). Davon angestachelt kam auch Innsbruck zu seinen Top-Chancen: Jamnig verzog mit links (67.), Roguljic scheiterte alleinstehend an Coronel, nach dessen Abwehr schlug Kerschbaum am Fünfer ein Luftloch (69.)!

Dann kam’s knüppeldick: Zuerst sah Kapitän Hauser Gelb-Rot, dann patzte Goalie Grünwald bei einem harmlosen Berisha-Freistoß nach Noten, eine Minute später foulte Pichler Berisha im Strafraum - der selbst zum 2:0 verwertete (80.).