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Ausgabe: 11. März 2017

Wolfgang Müller

Tut richtig weh

Die Lieferinger Jugend-Weltauswahl ist es ja gewohnt, ihre Heimspiele in Grödig praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu absolvieren, aber dass es auch im Tivoli dermaßen stimmungslos abgeht, wird die Jungbullen schon etwas gewundert haben. Die Südtribüne völlig leer, auf der Nord versuchten die letzten Getreuen tapfer, die kalte Bude etwas aufzuheizen. Nur 1629 Fans verfolgten das zweitklassige Gekicke im ehemals erstklassigen Tiroler Fußball-Tempel. Tut richtig weh, denn der Fußball lebt von der Emotion und die wurde aus dem Tivoli regelrecht hinausgespielt. Die bittere Derby-Pleite zum Frühjahrsauftakt war ein klassischer Selbstfaller und Lustkiller zugleich. Wer es immer noch nicht glauben will, dem wird durch Heimspiele dieser Art bestätigt, dass der Profifußball in der Landeshauptstadt ganz gefährlich auf der Kippe steht.