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Ausgabe: 12. März 2017

Florian Madl

Unsicherheit auf dem Platz und abseits davon

Innsbruck - "??Ich bin froh, dass es gleich wieder weitergeht?", meinte Präsident Gerhard Stocker nach dem 0:2 gegen den FC Liefering und vor dem morgigen Spiel gegen Lustenau (18.30 Uhr). Allerdings geht es derzeit auch statistisch betrachtet gleich weiter -? wie im Herbst nämlich. Und dass heuer ausgerechnet das letzte Saison-Heimspiel gegen Horn stattfindet (19. Mai), weckt böse Erinnerungen an das Jahr 2015: Damals entledigten sich die Innsbrucker erst mit einem 3:0 gegen die Waldviertler aller Abstiegssorgen.

Am 19. Mai 2017 sollten jene 14 Spieler, deren Vertrag mit Saisonende ausläuft, zumindest schon über ihre Anstellungsverhältnisse Bescheid wissen. Im Augenblick gilt das noch für die wenigsten, das sorgt bei manchem für Verunsicherung auf dem Rasen. ?Es gibt verschiedene Typen: "Die einen werden stärker, den anderen fehlt die Sicherheit"?, weiß General Manager Alfred Hörtnagl. Es sei ?eine holprige Saison?, aber die Spieler hätten in den kommenden Wochen die Chance, sich zu beweisen.

Die Anspannung trat zuletzt auch bei einer gemeinsamen Bowling-Runde von Mannschaft und Vereinsführung zutage. Dabei ging es neben Pin und Curve Ball um die nicht wegzuleugnende Situation. ?"100 Prozent FC Wacker"?, fordert Hörtnagl, für manchen Akteur ohne Zukunft beim Verein wohl eher Bürde als Ansporn. Eine Entscheidung wird so schnell allerdings nicht fallen.

Zumindest, was die Wirtschaftsprüfung der Bundesliga anbelangt ?- die viel zitierte Lizenz (Abgabe diese Woche) ?, ist sich Präsident Stocker einer Sache sicher: ?"Die bekommen wir, aber wahrscheinlich mit Auflagen. Ich gehe von einer Reorganisationsprüfung aus.?" Die hatte der FC Wacker schon in den vergangenen Jahren, als vierteljährlich Bericht erstattet werden musste. Das ist mit zusätzlichen Kosten verbunden -? aber zumindest nicht existenzbedrohend. Stocker hält fest: ?"Jetzt geht es darum, Profifußball in Innsbruck nachhaltig zu verankern.?" Und für manche Profis geht es darum, ihren Beruf auch 2017/18 in der Bundesliga ausüben zu können.