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Ausgabe: 13. März 2017

Tobias Waidhofer

Die Hoffnung trägt die Farbe Grün

Im Tivoli kommt es heute zum Duell zwischen dem schwarz-grünen und dem grün-weißen Krisenklub: Der FC Wacker kämpft um den ersten Punkt, Austria Lustenau um das erste Tor im Sky-Go-Erste-Liga-Frühjahr.

Innsbruck - Was haben der FC Wacker und Austria Lustenau gemeinsam? Neben der Sieglosigkeit im Frühjahr auch den grünen Einschlag in den Vereinsfarben. Und Grün ist ja bekanntlich die Farbe der Hoffnung. Das passt ja. Schließlich kämpfen die beiden "Krisenklubs" heute (18.30 Uhr, Tivoli-Stadion, live ORF Sport Plus) im direkten Duell um den ersten "Dreier" im Frühjahr.

"Wir brauchen den Sieg noch ein bisschen dringender", weiß Wacker-Coach Karl Daxbacher, dass die grün-weißen Lustenauer zwar seit fünf Spielen sieglos sind und seit drei Spielen nicht mehr getroffen haben, aber eben als Tabellen-Dritter keine Angst vor einem Absturz haben müssen. Ganz im Gegensatz zu den schwarz-grünen Tirolern. "Keine blöden Gegentore, kein Ausschluss und kein Elfmeter. Das ist die Voraussetzung", verrät Daxbacher das Innsbrucker Rezept mit einem Augenzwinkern.

Die defensive Dreierkette wird dabei heute wohl wieder in eine Viererabwehr umgewandelt. Schließlich steht Rechtsverteidiger Michael Schimpelsberger nach seiner Rot-Sperre wieder zur Verfügung. Für Alex Hauser (gesperrt) wird heute Michael Lercher spielen. Das bestätigte "Sir Karl" bereits gestern.

Für den 21-Jährigen wird es das erste Spiel von Beginn an, seit dem 0:0 gegen Horn am 4. November. Unter Daxbacher kam der Linksverteidiger erst gegen Liefering zu seinen ersten 14 Minuten. Dabei gehörte der Ex-Bremer unter Klaus Schmidt noch zum Stammpersonal. "Damals war er auch der Quotenspieler für die Jungenregelung. Die gibt´s ja jetzt nicht mehr", relativiert Daxbacher. Das Gesamtpakelt von Alex Hauser sei derzeit "einfach noch ein bisschen stärker". Aber: "Michael gehört die Zukunft als linker Außenverteidiger. Er ist dynamisch und hat einen guten linken Fuß." Und so viele gute Linksverteidiger gäbe es nun einmal nicht.

In der Sturmzentrale wird heute wohl wieder Torjäger Patrik Eler den gegen Liefering wirkungs- und glücklosen Thomas Pichlmann ersetzen. Nach dem Gegentreffer zum 0:2 hatte Daxbacher gegen Liefering auf die Einwechslung des neunfachen Saisontorschützen verzichtet. "Er hatte die ganze Woche nicht trainiert und wir wollten kein Risiko eingehen." Mit dem Wissen, dass eine weitere Niederlage den FC Wacker noch näher Richtung Abgrund taumeln lassen würde, wird Daxbacher aber heute sicher nicht auf seinen gefährlichsten Stürmer verzichten. Auf Eler ruhen ja - neben Ante Roguljic (offensiv gegen Liefering der gefährlichste Innsbrucker) - die Tor-Hoffnungen.

Ob Jürgen Säumel heute wieder in die Startelf rücken wird, nachdem gegen Liefering aus taktischen Gründen Simon Pirkl den Vorzug erhielt, wird wohl kurzfristig entschieden. "Jürgen bringt Ballsicherheit ins Spiel. Simon steht für das junge Wilde", hat der Coach die Qual der Wahl. Rechts hinten findet er diese aktuell nicht: Andreas Hölzl wird ebenso ausfallen wie Mittelfeldspieler Armin Hamzic (Rücken).

Lustenau, das heute mit dem Tiroler Alex Joppich und Neo-Trainer Daniel Ernemann ins Tivoli kommt, hat zwar im Frühjahr bereits zwei Punkte gesammelt, Tor war der Austria aber noch keines vergönnt. "Der Dwamena (wechselte im Winter nach Zürich, Anm.) fehlt ihnen sehr", weiß Daxbacher. Darüber wird beim FC Wacker aber keiner traurig sein...