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Ausgabe: 14. März 2017

Gernot Gsellmann

Elers Jubiläums-Treffer reichte für die Erlösung

Fußball ist ergebnisorientiert - und das war gestern am Tivoli wohl das einzig Erfreuliche: Wacker Innsbruck konnte nach drei Niederlagen in Serie endlich den Befreiungsschlag im Frühjahr landen! Mit dem zehnten Saisontreffer von Patrik Eler wurde ein schwaches Lustenau mit 1:0 (1:0) zurück ins Ländle geschickt.

Es war einmal: Ein Westderby, das Zuschauer anlockte; in dem sich zwei Titelanwärter gegenüber standen; das Rasse und Klasse hatte ...
Das war einmal! Gestern war von alledem nichts zu sehen und bemerken. Harmlosigkeit, gepaart mit Unvermögen war lange Zeit Trumpf. Auch wenn Wacker bereits nach fünf Minuten in Führung hätte gehen müssen (Roguljic verzog). Doch die umgekrempelte schwarz-grüne Startelf (mit fünf Neuen) konnte trotz mehr Spielanteilen kaum Gefährlichkeit entwickeln. Wie Lustennau, das bereits vor Anpfiff seit 296 Minuten auf einen Treffer wartete. Den Dossou auf dem Kopf hatte - doch der kleine Stürmer setzte das Leder vom Fünfer freistehend neben den Pfosten.

Die Strafe folgte nur wenige Sekunden später auf den Fuß: Freitag auf Holenstein, seine Vorlage nimmt Patrik Eler exzellent mit der Ferse mit, seinem Lupfer aus vollem Lauf konnte Lustenau-Keeper Knett nur mehr hinterher schauen - 1:0 (31.).

Sicherheit gab diese Führung keine, im Gegenteil: Wacker stand in der zweiten Hälfte viel zu tief, gewann keine Zweikämpfe mehr und bettelte förmlich um den Ausgleich. Den fast noch Innsbrucks Innenverteidiger Baumgartner erzielte: Sein Klärungsversuch aus fünf Metern ging haarscharf über die Querlatte (76.). Nur eine Minute später schlenzte Wießmeier das Leder neben dem Pfosten vorbei ...

Die Lustenauer drängten, die Tiroler beförderten das Rund nur mehr aus der eigenen Hälfte. Es war nicht zum Anschauen - aber es reichte ...