Impressum

Ausgabe: 15. März 2017

Gernot Gsellmann

Stolze Serie, neuer Mut

Durchatmen. Aber richtig tief. Denn ärger und bewusster kann man das Glück kaum herausfordern. Selbst wenn bei Innsbruck das „Glücksengerl“ im Kasten stand.

Denn Lukas Wedl blieb auch in seinem sechsten Start-Spiel 2016/17 für Wacker ohne Niederlage: Drei Siege, drei Remis. Wobei die ersten 45 Minuten gegen Austria Lustenau jene der gemütlicheren Sorte waren - nur einmal musste der 21-Jährige seine Muskulatur bewegen. „So ruhig war es vor allem gegen Schluss hin nicht mehr!“ Da hatte teilweise das schwarz-grüne Panik-Orchester seinen (ungewollten) Auftritt, vergaben die Vorarlberger beste Einschuss-Möglichkeiten. „Ich freu mich für mich. Aber viel wichtiger war, dass wir als Mannschaft wieder erfolgreich sein können.“

Dem konnte Karl Daxbacher nur beipflichten. Mit mitgenommener, aber erleichterter Miene. Der Coach wusste, eine vierte Start-Pleite en suite wäre absolut fatal gewesen. Nach außen hin, aber auch intern. Denn der Schuss des Radikalschnitts (fünf Umstellungen) wäre für den „Sir“ bei Misserfolg nach hinten los gegangen! „Dieser Sieg muss uns mehr Selbstvertrauen geben, mehr Ruhe.“ Auch wenn es am Montag nach der Führung ganz und gar nicht danach aussah ...

Für den Trip nach Linz gegen Blau-Weiß wird Daxbacher erneut durchmischen müssen. Christoph Freitag ist gelbgesperrt, Claudio Holenstein & Felipe Dorta konnten auf den Außen ihre Chance nicht nützen. Wenigstens kam Michael Schimpelsberger mit einem Brummschädel, Patrik Eler mit einem Krampf im Oberschenkel davon. Eines ist gewiss: Der Glücksbringer steht wieder zwischen den Pfosten.