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Ausgabe: 15. März 2017

Florian Madl

Wattens steigert Budget, Wacker hofft auf mehr

Heute müssen bei der Fußball-Bundesliga die Klub-Finanzen für 2017/18 eingereicht werden, die Tiroler gehen von grünem Licht aus.

Innsbruck, Wattens ?- Ein wenig Bescheidenheit schwingt mit, wenn Alfred Hörtnagl über die anstehende Wirtschaftsprüfung der Bundesliga (Lizenz) spricht: ?"Wir bauen keine Luftschlösser, sind in unseren Prognosen einen Level runtergegangen und kalkulieren mit 2000 bis 2500 Zuschauern."? Meister werden will der General Manager des FC Wacker im Jahr vor der Bundesliga-Reform auch, so klar wie im Sommer 2016 wird das aber nicht formuliert. Schließlich ist die Abstiegsgefahr heuer noch nicht gebannt. Der 50-Jährige weiß: "?Im Fußball darf man eine Situation niemals unterschätzen."?

Zurückhaltung klingt vorerst beim Thema Budget durch, auch wenn Hörtnagl festhält: ?"Ich bin, was den Abbau des negativen Eigenkapitals bis Ende der Saison 2017/18 anbelangt, zuversichtlich. Wir können bereits die Unterschrift von 85 bis 90 Prozent der Sponsoren vorweisen."? Das Minus (derzeit 300.000 ?) soll im Sommer bei 200.000 Euro liegen und in einem Jahr weg sein.

Allerdings kalkuliert man in den Lizenzunterlagen für 2017/18 nur noch mit 4,8 bis 4,9 Millionen Euro ?- derzeit, weil durchaus weitere Sponsoren hinzustoßen könnten. Das Kampfmannschaftsbudget sinkt vorerst jedenfalls, was die Aufstiegsmission nicht vereinfacht.

Die Vertragsverlängerungen (14 laufen aus) werden handverlesen sein, neben arrivierten Spielern sollen zudem junge Eigenbauspieler den Weg in den Bundesliga-Kader finden. Alfred Hörtnagl verspricht: ?"Wir werden den einen oder anderen Jungen, das kann man jetzt schon sagen, hochziehen. Schon jetzt sind immer wieder einige beim Training der ersten Mannschaft dabei.?"

Mit zumindest dem gleichen Kampfmannschaftsbudget wie bisher darf Hörtnagls Pendant Stefan Köck, Sportlicher Leiter der WSG Wattens, rechnen: ?"Da wird sich nichts ändern.?" Clubsekretär Martin Schneebauer brachte gestern den dicken Unterlagen-Wälzer nach Wien, um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen und beim Thema Vollständigkeit auf Nummer sicher zu gehen. Während der FC Wacker aufgrund des negativen Eigenkapitals von einer Lizenz mit Auflagen ausgeht, rechnet Schneebauer mit dem Erhalt der Wattener Spielberechtigung ohne jeglichen Einwand.

In Wattens soll ?"alles gleichbleiben"? oder in kleinen Schritten wachsen, wie es heißt: ?"Die Zielsetzung bleibt wie bisher"?, erläutert Schneebauer den sportlichen Leitfaden: ein Platz im gesicherten Mittelfeld also. Erfreulich: Das Vereinsbudget von 2,5 Millionen Euro wurde dem Verein seitens der Sponsoren bereits schriftlich bestätigt -? eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2,18 Mio. ?). Wie zuletzt kommen dafür überwiegend Privatsponsoren auf und wie heuer wurden "lediglich ?1500 bis 1600 Zuschauer"? kalkuliert.

Noch läuft die Studie zum Ausbau des Gernot-Langes-Stadions, in das heuer bereits 200.000 Euro investiert wurden. Es soll etwas ?"entwickelt werden?", wie Schneebauer meint. In kleinen Schritten.