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Ausgabe: 19. März 2017

Gernot Gsellmann

Was nun, Herr Daxbacher?

"Extremer Fehlstart!“ Lange redet er nicht um den heißen Brei. Bei vier Niederlagen in den letzten, seinen ersten fünf Runden auch schwer möglich ...
Was die Situation für Wacker Innsbruck und Karl Daxbacher aktuell so brandgefährlich macht, ist der Mix aus offensivem Unvermögen, defensiven Geschenken und unparteiischen Fehlentscheidungen - wie in Linz. „In dieser Komprimiertheit konnte diese Entwicklung keiner voraussehen“, gesteht der schwarz-grüne Coach, „vor allem nach der guten Vorbereitung bin ich viel optimistischer gewesen.“ Doch das schwer aufgebaute und hart erarbeitete Selbstvertrauen war bereits nach den ersten 90 Minuten 2017 (Pleite gegen Wattens) wieder futsch. Eine rasche Rückkehr ist kaum in Sicht. Was nun? Was tun?

Das größte Problem ist, dass Schwarz-Grün keine funktionierende und bitter nötige Achse hat, die das verunsicherte Team aus diesem Mega-Tief führen kann. Diese muss der 63-Jährige jedoch schnellstens (er)finden - doch selbst in der zweiwöchigen Länderspiel-Pause kaum möglich. Denn mit Dominik Baumgartner, Simon Pirkl und Michael Lercher sind drei Schützlinge für das U21-Nationalteam abgestellt, Roman Kerschbaum nach einer Adduktoren-Verletzung 14 Tage nicht belastbar. Mit Gesprächen alleine wird sich zudem keine Achse bauen lassen. Vielleicht sollte Daxbacher einen Magier-Kurs belegen ... Das derzeit einzig Positive? Wacker ist immer noch auf Rang 4! „Aber das ist nicht mehr als Galgenhumor.“