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Ausgabe: 07. April 2017

Wolfgang Müller

Nachlassen ist verboten, Nachlegen dafür Pflicht

Zum Abschluss des dritten Saisonviertels der Sky Go Erste Liga erwartet der FC Wacker heute ab 18.30 Uhr im Tivoli den Vorletzten Wr. Neustadt.

Innsbruck - Vierter gegen den Vorletzten - eigentlich müsste das heutige Heimspiel des FC Wacker gegen Wr. Neustadt eine klare Sache sein. Aber erstens ist keine Partie in der zweitklassigen Sky Go Erste Liga eine "gmahte Wies´n", zweitens für die Schwarzgrünen schon gar nicht und drittens tun sich die Tiroler im Tivoli gegen tief stehende Gegner immer schwer. Klingt wieder nach einem Kraftakt. "Wir müssen mit der Leidenschaft und dem Biss von Horn auflaufen. Das ist die Basis. Lassen wir das vermissen, dann wird´s nicht klappen", fordert Trainer Karl Daxbacher maximalen Einsatz, "dann wird es auch spielerisch immer besser klappen."

Weil der 2:1-Sieg in Horn förmlich erzwungen wurde, sollte sich in der Wacker-Aufstellung nicht viel ändern: "Ich tendiere zum `Never change a winning team`. Da haben einige ihre Chance genützt", so Daxbacher, der auch heute wieder auf Michael Schimpelsberger sowie die beiden angeschlagenen Tormänner Pascal Grünwald und Julian Weiskopf verzichten muss. Auch der erkrankte Marco Hesina muss absagen. Daher wird U21-Teamspieler Dominic Baumgartner wieder hinten rechts verteidigen und Sebastian Siller im Zentrum seinen Mann stellen. "Passivität ist das falsche Mittel. Wir müssen aktiv sein, dann holen wir wieder Punkte", weiß FCW-Schaltzentrale Christoph Freitag, was angesagt ist: "Nachlassen verboten, dafür ist Nachlegen Pflicht."

Dass drei Punkte gegen die Niederösterreicher kein Selbstläufer sind, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle. "Sie sind jetzt schwer unter Druck. Ich erwarte, dass sie ähnlich wie die Admira gegen die Austri­a tief stehen, die Räume vor ihrem Sechzehner sehr eng machen und auf Konter über den gefährlichen Gschweidl lauern werden. Geduld wird gefragt sein", warnt Daxbacher. Mit einem "Dreier" gegen die Niederösterreicher könnte das Abstiegsgespenst vorerst einmal aus dem Tivoli verscheucht werden. "Es wäre verdammt wichtig, aber entschieden ist noch lange nichts. Außerdem haben wir im letzten Meisterschaftsviertel noch einiges vor", so Daxbacher und Freitag unisono.

In Horn stand eine sehr junge FCW-Mannschaft auf dem Platz - Durchschnittsalter unter 25 Jahren -, insgesamt wurden acht Tiroler eingesetzt. Im Training der Kampfmannschaft schnuppern regelmäßig einige Akademie-Spieler Profiluft - die Zukunft hat vor Ostern trotz der tristen Gegenwart schon begonnen.