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Ausgabe: 15. April 2017

Kronen Zeitung

Diesmal rettete Wacker das 2:0 ins Trockene!

Da kamen ungute Erinnerungen auf. An das 2:2 in der Vorwoche, als Wacker ein 2:0 gegen Wr. Neustadt verschenkt hatte. Erneut führten die Schwarzgrünen gestern beim FAC 2:0, kassierten das 1:2 und ... brachten es über die Distanz. „Verdient – wir hatten heuer schon so viel Pech“, atmete Trainer Karl Daxbacher auf.

Was macht’s denn ihr in Tirol mit unserem Karl?
Auf der Tribüne in Floridsdorf schüttelten sie am Karfreitag ungläubig die Köpfe. Nein, so hätten sie den „Daxi“ noch nie gesehen. Denn der sei ja an sich dafür bekannt, in der Coaching Zone die sprichwörtliche Ruhe in Person zu sein. Den Karl, den kann doch eigentlich nichts erschüttern.
Und gestern? Gestikuliert hat er. Gedeutet. Gemault. Geschrien. Karl Daxbacher, Wacker Innsbrucks Coach, auf völlig neuen Trainer-Wegen. Als Energiebündel an der Outlinie.

Möglicherweise war es die schwarzgrüne Spielweise, die den 63-Jährigen so aus der Ruhe gebracht hat. Diese Viel-Lärm-um-Nichts-Kickerei, diese dauernden Schlampereien ... aus 61:39 Prozent Ballbesitz machten die Tiroler am FAC-Platz in Halbzeit eins nämlich herzlich wenig. So gut wie nichts. Ja – das war wirklich zum Gestikulieren, zum Maulen.

Die Pausen-Ansprache zeigte insofern Wirkung, als Wacker zehn Minuten nach Wiederanpfiff endlich Zählbares zu Wege brachte: Freitag bediente Roman Kerschbaum mit einem Pass in die Tiefe, der setzte sich durch und schoss das 1:0 (55.).

Das dritte Saisontor des Mittelfeldspielers – und erstmals in der laufenden Saison eine Innsbrucker Führung gegen den FAC. Die Sebastian Siller mit einer Kopfball-Kerze nach Kerschbaum-Freistoß ausbauen konnte (75.) – 2:0.

Nur als im Finish Grbic per Foul-Elfmeter auf 1:2 verkürzte (90.), musste „Daxi“ wieder gestikulieren.