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Ausgabe: 15. April 2017

Wolfgang Müller

Entspannung vor Oster-Wochenende

Der FC Wacker siegte gestern beim FAC 2:1 und blickt auch der Lizenzierung optimistisch entgegen.

Innsbruck – Das Oster­wochenende kann der FC Wacker recht entspannt feiern. Gründe dafür sind der gestrige 2:1-Auswärtserfolg beim Floridsdorfer AC, der das Abstiegsgespenst aus Innsbruck vorerst einmal verscheuchte, und zudem gute Nachrichten aus dem wirtschaftlichen Bereich des Tiroler Fußball-Zweitligisten. Aber der Reihe nach.

Die Stimmung auf dem FAC-Platz war dem Anlass entsprechend. Schließlich gastierte der noch im Abstiegskampf involvierte Tabellenvierte beim Schlusslicht. Auf den Rängen mehr oder weniger gähnende Leere, auf dem Feld spielte sich in den ersten 45 Minuten auch nicht viel ab. Die Tiroler bestimmten zwar das Geschehen; bis auf einen Schuss von Roman Kerschbaum (10.), der knapp das rechte Kreuzeck verfehlte, schaute aber nicht viel heraus. Trainer Karl Daxbacher, der heute seinen 64. Geburtstag feiert, bot Kerschbaum für den verletzten Simon Pirkl im Mittelfeld auf und setzte auf Felipe Dorta von Beginn an. Dafür waren Claudio Holenstein und Thomas Pichlmann nicht im Kader. Die Floridsdorfer zeigten vor dem Wechsel zweimal auf. Bei einem Kreuzriegler-Schuss (29.) und bei einem Abschluss von Flavio (43.) war FCW-Goalie Lukas Wedl jeweils auf dem Posten.

Während Daxbacher in der Kabine seine Truppe aufrüttelte, verkündete Gerhard Stocker im Sky-Interview Positives. Angesprochen auf die leidigen Lizenzierungs-Probleme zeigte sich der Wacker-Präsident optimistisch: „Wir hatten vergangene Woche eine intensive Vorstandsklausur. Wir können den Liquiditätsengpass schließen und werden bis 21. April nachreichen, was nötig ist.“ Stocker erklärte, dass er positiv eingestellt ist, die Lizenz schon in erster Instanz zu erhalten.

Nach der Ansage des Präsidenten legten die Profis dann auch sportlich nach – Kerschbaum (55.) gelang nach Zuspiel von Christoph Freitag aus spitzem Winkel der Führungstreffer. Mit dem 2:0 sorgte Sebastian Siller (75.) mit einer kuriosen Kopfballverlängerung nach Freistoß von Kerschbaum für die Vorentscheidung, Adrian Grbic (90.) gelang per Elfmeter – Baumgartner foulte den eingewechselten Hirschhofer – zwar noch der Anschlusstreffer, aber am Ende jubelten die Tiroler und konnten sich mit drei wichtigen Punkten im Gepäck auf die lange Heimreise machen.