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Ausgabe: 16. April 2017

Wolfgang Müller

Vier wichtige Punkte im Tiroler Fußball-Osternest

Platz vier verteidigt, acht Runden vor Schluss neun Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – beim FC Wacker kann man schon relativ beruhigt die Zukunftsplanungen angehen.

Innsbruck –„Ein schöneres Geschenk hätten sie mir gar nicht machen können“, konnte Karl Daxbacher gestern entspannt seinen 64. Geburtstag feiern. Nach dem 2:1-Erfolg beim Tabellenschlusslicht wurde im schwarzgrünen Lager einmal kollektiv tief durchgeatmet. „Wir haben gewusst, dass wir uns mit einem Dreier in Floridsdorf Luft verschaffen können, und das haben wir getan“, meinte Sebastian Siller, der nach einer Standardsituation die 2:0-Führung erzielte. Übrigens der zweite Kopfballtreffer des Innenverteidigers. Zum dritten Mal in dieser Saison jubelte Roman Kerschbaum. Der 23-jährige Mittelfeld­spieler war auffälligster FCW-Kicker auf dem holprigen Rasen in Floridsdorf.

Die Entspannung im Abstiegskampf sieht Daxbacher zugleich als Auftrag, im Saisonfinale erst recht weiter Gas zu geben: „Die Tendenz zeigt klar nach oben und da sollten wir konzentriert dranbleiben.“ Heißt bereits am Dienstag gegen Kapfenberg und erst recht im vierten Derby am Freitag in Wattens. Dass sich die „30er“ beim FC Wacker zumeist mit der Reservistenroll­e abfinden müssen oder gar auf der Tribüne Platz nehmen müssen, sieht Daxbacher relativ nüchtern: „Ich bin immer bestrebt, die beste Mannschaft aufzustellen, und daran wird sich auch nichts ändern. Die Jungen haben zuletzt eben ihre Chance genützt. Und wenn fast der gesamte Kader fit ist, wird es immer welche geben, die unzufrieden sind.“