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Ausgabe: 16. April 2017

Wolfgang Müller

Zweitklassig hat keine Zukunft

Die zweitklassige Sky Go Erste Liga ist gegenwärtig schon ein Leerläufer und wird es nach der Reform ab 2017/18 mit 16 Klubs erst recht sein. Schlimm genug, dass Fußball-Tirol nun schon das dritte Jahr in diesem depressiven Umfeld sein Dasein fristet. 740 Zuschauer verfolgten auf der „Gstetten“ in Floridsdorf den 2:1-Erfolg des FC Wacker. 800 sahen nicht weit entfernt in Wr. Neustadt das 3:1 gegen Kapfenberg, in Horn ärgerten sich 1100 Fans über die 0:1-Niederlage gegen Liefering. Profifußball lässt sich mit diesen Zahlen weder finanzieren noch vermarkten.

Heißt für den FC Wacker, dass alles, was an positiver Energie noch verfügbar ist, gebündelt in die Waagschale geworfen werden muss, um sich endlich aus diesem Schlamassel zu befreien. Da steht ein wirtschaflicher und sportlicher Kraftakt ins Haus. Bis 30. Juni 2018 soll der Verein entschuldet sein, die Lizenzierung soll laut Präsident Gerhard Stocker, wenn nicht in erster dann eben in zweiter Instanz über die Bühne gehen. Bis Mitte der kommenden Woche sollte alles geklärt sein. Die Neuformierung der Kampfmannschaft läuft ohnehin schon seit Wochen. Denn ab Sommer muss ein Wacker-Kader ins Rennen gehen, der zum Aufstieg förmlich verdammt ist. Noch so eine Katastrophen-Saison wie die laufende würde der Profifußball in der Landeshauptstadt nicht überleben.