Impressum

Ausgabe: 18. April 2017

Wolfgang Müller

Aufwärmen für das vierte Derby

Der FC Wacker strebt heute im Tivoli gegen Kapfenberg den vierten Sieg im Frühjahr an. Die WSG Wattens will beim Schlusslicht FAC das Abstiegsgespenst endgültig loswerden.

Innsbruck – Bevor am kommenden Freitag ab 20.30 Uhr im Langes-Stadion der Anpfiff ertönt, laufen sich der FC Wacker und die WSG Wattens heute ab 18.30 Uhr für das vierte und somit letzte Saison-Derby warm. Die Innsbrucker sind bestrebt, den klaren Aufwärtstrend der letzten Wochen im Tivoli gegen Kapfenberg fortzusetzen, und die Werkssportgemeinschaft will beim Schlusslicht in Floridsdorf Zählbares mit auf die Heimreise nehmen.

Bis auf Tormann Julian Weiskopf war der gesamte FCW-Kader gestern beim Training vertreten. Da die junge Garde ambitioniert und auch erfolgreich agierte, werden heute wieder einige Routiniers auf der Ersatzbank oder gar auf der Tribüne sitzen. Groß viel ändern wird sich gegenüber dem Aufgebot beim 2:1-Sieg in Floridsdorf nicht. Simon Pirkl ist wieder fit und der zuletzt gesperrte Ante Roguljic ist wieder spielberechtigt. „Es wird wieder einige Härtefälle geben“, war sich Karl Daxbacher bei der Kadererstellung bewusst, dass er einige seiner Profis enttäuschen muss.

Mit einem überzeugenden Auftritt gegen die starken Kapfenberger soll Selbstvertrauen für das Derby getankt werden. „Wir müssen spielbestimmend sein und den Sieg wollen“, so der FCW-Coach, der das Rezept für drei weitere Punkte auch gleich schmunzelnd parat hat: „Wir sollten im Tivoli so anfangen wie zuletzt gegen Wr.?Neustadt, aber dann halt nicht so aufhören wie beim 2:2.“

„Nix aufwärmen fürs Derby. Das wird komplett ausgeblendet“, will Thomas Silberberger das Wattener Interesse heute voll und ganz auf den FAC gerichtet wissen. „Die kämpfen um die letzte Chanc­e, darauf müssen wir eingestellt sein und entsprechend ins Spiel gehen.“ Der WSG-Coach hat sein Team eindringlich gewarnt, die zuletzt gezeigte Passivität abzulegen und ähnlich aggressiv aufzutreten wie beim eindrucksvollen 5:0-Heimerfolg gegen Liefering. „Wenn wir wieder so auftreten wie zuletzt beim 3:3-Remis gegen BW Linz, dann gibt’s in Floridsdorf nichts zu holen.“

Für den gesperrten Michae­l Steinlechner rückt Sandro Neurauter in die Innenverteidigung, für den ebenfalls gesperrten Niels Peter Mörck kehrt der wiedergenesene Flo Mader ins WSG-Mittelfeld zurück. Das Rezept für einen Erfolg auf dem holprigen FAC-Platz? „In erster Linie müssen wir Sahanek ausschalten, denn bei Floridsdorf läuft praktisch alles über ihn.“