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Ausgabe: 19. April 2017

Gernot Gsellmann

Die irre Aufholjagd von Wacker und kein Lohn

Hagel in Horn, Schnee in Grödig (Spielabbruch) – und Kalt-Warm am Tivoli: Wacker Innsbruck konnte gegen Kapfenberg ein 0:2 in ein 3:2 drehen, ging aber nur mit einem Remis vom Platz! „Nach der Führung ist bei uns der Faden gerissen“, gestand Coach Karl Daxbacher ein, „da fehlte uns wieder die nötige Ruhe!“

Kapfenberg wurde gestern reichlich beschenkt. Vor dem Anpfiff am Tivoli von der Bundesliga – zwei Punkte vom 6-Punkte-Minus wegen Verstoßes gegen Lizenzbestimmungen kamen wieder retour aufs Konto. Bedingt, aber immerhin. Dadurch rutschten die Steirer vor Matchbeginn von Rang sechs auf fünf.
 
Da wollten sich die Schwarz-Grünen nicht hinten an stellen: Innerhalb von 141 Sekunden durften Victor (fünf Meter/12.) und Feyrer (drei Meter/14.) völlig freistehend im Fünfer das Leder einschieben! 

0:2 – dabei war Wacker bis zu diesem Zeitpunkt das bessere Team. Und war es auch danach. Spielerisch leicht und ansehnlich kombinierte sich die Daxbacher-Elf über weite Strecken durch die Kapfenberger Abwehr. Und einer, der sowieso die Lebensversicherung der Innsbrucker ist, avancierte zum Schreckgespenst der Gäste: Patrik Eler. 

? Ein 30-Meter-Freistoßkracher des Slowenen konnte Gartler nur abklatschen, Dominik Baumgartner netzte im zweiten Versuch zum 1:2 ein (16.). 
? Nach einem schweren Fehler von Meusburger stand Eler plötzlich frei vor Gartler, ließ sich die Chance nicht entgehen (2:2/49.). 
? Nach einem Foul an Turban-Mann Kerschbaum behielt Eler auch vom Elferpunkt die Nerven – 3:2 (60.). In seinem sechsten Versuch der sechste Treffer vom Punkt. 

Doch es reichte nicht zum zweiten Sieg in Folge – da Victor einen Schnitzer der Abwehr nützte.