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Ausgabe: 20. April 2017

Kronen Zeitung

Derbymeter

... schlägt vor Freitag leicht für Wattens aus!

von Alex Tramposch & Gernot Gsellmann

Sieg, Remis, Remis, Sieg! Seit 31. März punktete die WSG genauso fleißig wie der Lokalrivale. Wattens geht aber mit dem Plus von drei Derby-Siegen (2:1/A, 2:1/H, 1:0/A) in den Kampf um die Tiroler Vormachtstellung. Und mit Heimvorteil. Im Gernot-Langes-Stadion haben die „Kristall-Buam“ von ihren 14 Spielen erst zwei verloren. 

Die Favoritenrolle schiebt Tom Silberberger dennoch weit von sich. „Da kann ich nur lachen. Es trifft der selbst ernannte Titelfavorit auf den Abstiegskandidaten Nummer eins, als den uns viele sahen“, meinte der WSG-Coach: „Es ist aber eine Genugtuung, dass sich die Teams jetzt auf Augenhöhe begegnen.“ 

Das große Kribbeln wird bei ihm erst kommen. „48 Stunden davor gehe ich noch nicht im Kreis. Aber wenn man am Matchtag zum Stadion fährt, ist das natürlich etwas Besonderes.“ Der Aufsteiger imponierte in den drei Saisonduellen vor allem mit seiner Unbekümmertheit. „Die haben wir uns behalten. Wir sind neun Punkte vom Abstiegsplatz entfernt, stehen nicht unter Druck.“ Flo Toplitsch (Knöchel) ist fraglich.

Sieg, Remis, Sieg, Remis! Seit Anfang April kam Karl Daxbacher endlich in Innsbruck an. Und doch: Es hätte die maximale Ausbeute sein müssen. Denn sowohl gegen Wr. Neustadt (2:2) als auch Kapfenberg (3:3) wurde am Tivoli eine Führung vergeigt ...

... da vor allem defensive Unzulänglichkeiten einen Strich durch die schwarz-grüne Rechnung machten. „Das müssen wir schnell abstellen. Denn in Wattens wird es wieder aggressiv zu Werke gehen“, erwartet der Coach Kampf und Leidenschaft. „Dafür wird viel mehr Ruhe benötigt.“ 

Die in den bisherigen drei Duellen im Wacker-Gefüge alles andere als präsent war – denn nach Rückständen agierte der Favorit jedes Mal wie ein Panik-Orchester! „Aber unsere Form, vor allem spielerisch, steigt mit jeder Partie.“ Die Philosophie des 64-Jährigen scheint mit langsamen Schritten im Innsbrucker Ensemble anzukommen: Schneller kombinieren, vor allem schneller umschalten. 

Trotzdem: Mit der Acht auf der Form-Skala wird Wacker im letzten Derby 2016/17 erstmals nur großer Außenseiter sein. Vielleicht ist gerade dies aber der kleine Vorteil für die (erste) Revanche.