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Ausgabe: 09. Mai 2017

Wolfgang Müller

Wacker-Niederlage in letzter Minute

Ein Eler-Doppelpack reichte nicht, denn der Meister LASK siegte gestern im Tivolistadion knapp 3:2.

Innsbruck – Das war richtig bitter – vor 1543 Zuschauern bezog der FC Wacker gestern gegen den LASK eine 2:3-Heimniederlage. Der Linzer Siegestreffer fiel erst in der Nachspielzeit, die Wacker-Profis wurden nach dem Schlusspfiff mit Applaus verabschiedet, der Schiedsrichter nach einigen umstrittenen Entscheidungen nicht. „Das Auftreten der Mannschaft war sehr gut. Den Zuschauern wurde ein attraktives Spiel geboten. Leider stehen wir mit leeren Händen da“, zog General Manager Ali Hörtnagl Bilanz.

Die Meisterschaft geht zwar noch bis Ende Mai, doch die Weichenstellung für die „Aufstiegssaison“ 2017/18 läuft schon auf Hochtouren. Vor dem Anpfiff wurde gestern mit Macron ein neuer Ausrüster präsentiert. Fünf Jahre werden die Schwarzgrünen ab Sommer vom italienischen Sportartikelhersteller eingekleidet, auch Geld soll im Rahmen der Kooperation fließen. In den neuen Dressen wird ein Großteil jener FCW-Profis kicken, die gegen den LASK aufliefen. Jeffrey Egbe zum Beispiel. Der 19-Jährige feierte sein Debüt in der Start-Elf. Als „Sechser“ hatte Egbe schon nach zehn Sekunden den ersten Pressball zu überstehen. Was er ebenso wie seinen Part im Mittelfeld ziemlich unaufgeregt 77 Minuten lang erledigte.

Die erste Halbzeit war ein Schlagabtausch der beiden Torjäger. Patrik Eler brachte die Tiroler zweimal in Führung. Sehenswert das 1:0 – ein Hammer vom Sechzehner unter die Latte (4.). LASK-Pendant Rene Gartler (14.) staubte nach einem von Lukas Wedl zu kurz abgewehrten Wiesinger-Kopfball zum 1:1 ab. Abermals Eler (19.), nach perfekter Vorlage von Flo Jamnig, besorgte mit Saisontor 23 die neuerlich Wacker-Führung. Jetzt war Gartler wieder an der Reihe – einen Witz-Elfer verwertete er lässig zum 2:2-Halbzeitstand (38.). Worüber sich FCW-Coach Karl Daxbacher bei Schiedsrichter Andreas Kollegger vor dem Gang in die Kabine auch bitter beschwerte.

Das erfrischende Offensivspektakel setzte sich im zweiten Spielabschnitt fort. Die bereits als Meister feststehenden Linzer wollten ebenso gewinnen wie die kampfstarken Tiroler. Jamnig (66.) scheiterte nach sehenswerter Vorarbeit von Hamzic an LASK-Goalie Pervan. Ab der 81. Minute mussten die Gastgeber nach einer Tätlichkeit von Kerschbaum das Remis in Unterzahl über die Zeit bringen. Was aber nur bis zur 94. Minute gelang – Kennedy Boateng besorgte im Anschluss an einen Eckball den 2:3-Endstand.