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Ausgabe: 10. Mai 2017

Georg Fraisl

„Ein Notverkauf steht nicht an“

Die Torhüter der Ersten Liga schlafen schlecht. Und ihre Albträume haben ein Gesicht, einen Namen: Partik Eler (25) aus Slowenien – die Tormaschine. Der Mann, der die Goalies das Fürchten lehrt. 23 Mal hat er in dies Saison für die Innsbrucker getroffen – das ist stark. Noch beeindruckender aber seine Frühjahrs-Ausbeute: 15 Treffer in 13 Spielen, 9 Tore in den letzten fünf Partien. Nur dreimal ging er seit der Winterpause nicht als Torschütze vom Feld. „Wenn er nur zum Schuss kommt, müssen sich die Torhüter schon anhalten“, staunt Wacker-Trainer Karl Daxbacher.

Die Begeisterung hat einen Haken: Mit jedem Treffer steigt Elers Zahl der Interessenten. Serie-B-Klub Vicenza und Noch-Bundesliga-Verein Ingolstadt wurden bereits genannt, andere bieten im Verborgenen. Und angeblich soll die gebotene Ablöse für den Stürmer mit Wacker-Vertrag bis 2020 schon jene Summe übersteigen, die Austria Lustenau im Winter vom FC Zürich für Dwamena bekam (600.000).
„Wenn die Sache eine gewisse Summe übersteigt, wird’s schwer ihn zu halten“, weiß Daxbacher.
Und so denken viele Fans: Kann es sich Wacker leisten, Eler nicht zu veräußern?
„Ja“, sagt Präsident Gerhard Stocker, „unser Ziel ist in den nächsten Wochen, das Budget zu verbessern und Eler zu halten. Derzeit steht kein Notverkauf an.“

Das wäre für Schwarzgrün ein positiver Schritt. Und den haben die Innsbrucker nach den zwei Last-Minute-Pleiten gegen Lustenau (1:2 in der 92.) und LASK (2:3 in der 94.) bitter nötig. „Wir brauchen das Glück nächste Saison eh mehr“, nahm’s Daxbacher mit Humor.
Im Magen liegt dem Trainer die Schwäche bei Standards. Gefallen hat ihm die Leistung an sich, das Debüt von Jeffrey Egbe („Er wurde immer besser“) und der Test mit Simon Pirkl links hinten: „Dort hat er seine größten Karriere-Chancen“.

PS: Horn wurde wegen Lizenz-Vergehen zu einer Strafe von 25.000 Euro verdonnert und würde nächste Saison mit drei Punkten Minus starten.