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Ausgabe: 12. Mai 2017

Georg Fraisl

Der Jahrmarkt der Eitelkeiten

Hau den Lukas. Das ist das Ding, auf das man mit dem Hammer drauf schlägt, damit im Rohr ein Metallkörper nach oben steigt. Je kräftiger bumms, desto weiter oben. Eine Jahrmarkts-Attraktion, auch beim Oktoberfest in München. Eine Männer-G’schicht, da kann man seine Kraft zeigen.
In Tirol braucht man dazu keinen Jahrmarkt, keinen Kirchtag, keinen Rummel. Man kann es öffentlich tun. Immer und überall. Der gockelhafte Wettkampf heißt hierzulande anders: „Hau den Wacker“.

Das ist beliebt, geht immer und sichert einen gewissen Applaus. Auch wenn es noch so unqualifiziert und falsch ist. Aber es ist sooo lustig.
Deshalb schwingt sogar die eigene Sponsor-Bank den Hammer. Imma ganz fescht drauf – bis das schwarzgrüne Ding nur noch jodelt. Das macht Spaß und zeigt, wo in diesem Land die Muskeln sitzen.

Jetzt wiss’ ma, wo der Bartl den Moscht holt. Magsch a amol? Ja, hau drauf, dass es rauscht.
Was??? Des tuat dem Wacker nit guat? Hahahaha, is ja wurscht. Tuat eh a jeder, da sein die Prügel vom eigenen Sponsor a scho gleich.