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Ausgabe: 12. Mai 2017

Georg Fraisl

„Das sind wir schon den Fans schuldig!“

Noch drei Runden in der Ersten Liga und die beiden Tiroler Vereine trennt in der Tabelle nur ein einziger Punkt

Die ersten acht Runden im vergangenen Herbst gehörten dem Herausforderer: Da lag Aufsteiger WSG Wattens vor Traditionsklub Wacker Innsbruck.
Dann übernahm Schwarzgrün die Führung in der „Tiroler Tabelle“, musste den „Kristall Buam“ aber vier weitere Male den Vortritt lassen. In Summe lag Wattens in 12 von bisher 33 Runden vor Wacker.

Durch die beiden Last-Minute-Niederlagen gegen Lustenau (1:2) und LASK (2:3) ist der Vorsprung der Innsbrucker auf den Lokalrivalen auf einen Punkte zusammen geschrumpft. Die Abstiegsangst ist Wacker längst los geworden, die Sorgen vom „kleinen Bruder“ überflügelt zu werden, aber noch lange nicht.

„Natürlich ist es für uns wichtig, die Nummer 1 im Lande zu sein“, macht Armin Hamzic kein Hehl aus den Wacker-Wünschen beim Tiroler Fern-Derby in den letzten drei Runden, „das sind wir auch unseren Fans einfach schuldig.“

Trainer Karl Daxbacher, als Austria-Wien-Legende und nach unzähligen Duellen gegen Rapid mit Lokalrivalität bestens vertraut, ortet durch den Derby-Charakter der letzten Saisonpartien eine gewisse Zwickmühle: „Eigentlich ist es egal – und gleichzeitig auch nicht.“ Der Coach würde die (bedeutungslosen) Spiele nämlich gerne zu Tests nützen, weiß aber gerade nach zwei Niederlagen um die Bedeutung von Erfolgserlebnissen. Und dass es den Fans nicht egal ist, ob die Saison als Vierter oder Fünfter beendet wird.

„Wir wollen diesen vierten Platz schon verteidigen“, gibt Hamzic die Marschroute eindeutig aus. Dafür wird’s einen Heimsieg gegen die Klaus-Schmidt-Truppe Linz brauchen. Mit einer Nachspielzeit ohne einen Last-Minute-Gegentreffer.

Im Rahmen einer Bundesliga-Aktion sind heute alle Nordtribünen-Tickets um 5 Euro erhältlich. Und die Wirtschaftskammer lädt alle Lehrlinge (gegen Vorlage eines Ausweises) überhaupt zu diesem Tivoli-Match ein.

Roman Kerschbaum bekam für die Rote gegen den LASK wegen Tätlichkeit drei Spiele Sperre, eines davon bedingt.