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Ausgabe: 18. Mai 2017

Alex Tramposch

Bei Wacker geht der Kapitän von Bord – Hauser wird eine Legende

Das Ausmustern der Routiniers fand bei Wacker seine Fortsetzung – nach Pascal Grünwald, Andi Hölzl, Jürgen Säumel und Thomas Pichlmann wurde gestern die Trennung von Alex Hauser bekannt gegeben. Der 32-Jährige wird morgen gegen Horn, dem letzten Heimspiel der Erste-Liga-Saison, verabschiedet.

Beim 4:3-Derbysieg am 21. April gegen Wattens war Hauser in der 75. Minute für Simon Pirkl eingewechselt worden, hatte sich seine letzte gelbe Karte im schwarzgrünen Dress abgeholt – in den darauffolgenden vier Partien fehlte der Kapitän plötzlich im Kader. Nur aus einem Grund: Bei einem weiteren Einsatz hätte sich sein Vertrag automatisch verlängert.

Das wollte General Alfred Hörtnagl nicht – er hätte den 32-Jährigen aber künftig gerne in einer anderen Funktion beim Klub gesehen. „Wir haben ihm das Angebot gemacht, spielender Kotrainer bei den Amateuren zu werden. Das hat Alex aber nicht angenommen, er wollte sich verändern“, meinte Hörtnagl: „Er ist ein verdienstvoller Spieler, dem unser größter Respekt gebührt“
Hauser brachte es seit August 2009 auf 237 Spiele oder 18.804 Einsatzminuten, erzielte dabei 14 Treffer. Der Vorzeigeprofi wird damit in den „Legenden Club“ aufgenommen.

„Das ist eine Riesenehre, weil da schon ganz andere Legenden dabei sind. Da bin ich nur ein kleiner Fisch“, sagte der große Kämpfer, dem der Abschied schwer fällt: „Ich hätte mir das alles ganz anders vorgestellt – mein Ziel war es, im Verein zu bleiben. Die Gespräche mit Ali waren aber schwierig und emotional. Das hätte für eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr gepasst.“

Seine Profi-Karriere will er noch nicht beenden. „Ich möchte noch ein schönes Jahr, warte, ob sich etwas auftut.“ Die Entscheidungsspiele gegen Horn und Wolfsberg sowie das Aufstiegsspiel in Pasching würden immer in seiner Erinnerung bleiben.