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Ausgabe: 05. August 2017

Georg Fraisl

Himmel zeigte Mitleid mit Wacker: Nach 0:2 wurde Spiel abgebrochen

Schwarzgrün bei Standards ein Panik-Orchester, Rot für Baumgartner

Wacker wird dem Wettergott an diesem Wochenende ein Kerzerl stiften müssen. Denn nur dank des Mitleids des Himmels kamen die Schwarzgrünen um eine peinliche Schlappe beim Aufsteiger Hartberg herum.

Denn es waren gestern erst 13 Minuten gespielt und es stand 2:0 für den Aufsteiger aus der Steiermark!

Kalte Duschen mögen am gestrigen Hitze-Abend ja landauf landab sehr gefragt gewesen sein – für die Schwarzgrünen war es ein völliger unnötiger Schock. Vor allem weil sich die Innsbrucker als absolutes Panikorchester bei Standardsituationen präsentierten. Es war schlimmer als beim Straßenkick. Statt des traditionellen drei Ecken, ein Tor hieß es: Zwei Ecken, zwei Tore.

Stefan Meusburger war beide Mal nach Cornern mit dem Kopf da. In Minute 5 half dem Hartberger noch der Rücken von Harry Pichler, in Minute 13 aber ging’s direkt ins Glück – 0:2.

Wacker? In der Anfangsphase nur Statist. Keine Gegenwehr, keine Offensive, kein Aufbäumen.

Ein Volley von Dedic (15.) schien ein erstes schwarzgrünes Zeichen zu sein. Aber dann kam es noch schlimmer: Bei einem Konter musste Baumgartner zur Notbremse greifen, der Schiri griff sofort in seine Hosentasche. Eine sehr harte Rote. Kategorie: Wenn der Teufel Kinder kriegt ...

In der Pause ging ein schweres Gewitter über Hartberg nieder, der Referee ließ die Teams erst 45 Minuten in der Kabine. Und brach das Match dann ab.
Die Innsbrucker packten ihre Sachen und fuhren nach Hause. Mit einem erleichterten Grinsen auf den Lippen. Denn laut Regulativ muss ein Match, das ohne Verschulden einer der beiden Mannschaften abgebrochen wird, zur Gänze wiederholt werden. Wann ist noch offen. Zeit genug aber, um Standartsituationen zu trainieren ...