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Ausgabe: 05. August 2017

Tobias Waidhofer

Wettergott eilte zur Rettung herbei

0:2 lag der FC Wacker in Hartberg zurück, bevor ein Gewitter zur Halbzeit für einen Spielabbruch sorgte.

Hartberg - ?Hätte sich Aufsteiger Hartberg gestern im Abendspiel der Sky Go Erste Liga gegen den FC Wacker eine ideale Anfangsphase malen können, sie hätte wohl nicht viel anders als die Realität ausgesehen.

Schon nach drei Minuten musste Wacker-Goalie Christopher Knett erstmals eingreifen. Und nach fünf Minuten führten die Steirer. Ein Eckball von Rasswalder fand Stefan Meusburger, dessen Kopfball über den Rücken von Harald Pichler ins Netz kullerte. Der Schock saß tief. Und eines ist sicher: Das Verteidigen von Standardsituationen wird in der kommenden Trainingswoche eine zentrale Rolle einnehmen. Denn nach 13 Minuten führten die Hartberger mit 2:0. Wieder war es ein Eckball von Rasswalder, erneut ein Kopfball von Meusburger. Schon beim Auftakt in Linz waren die Tiroler ja nach einem Corner bezwungen worden.

Die schwarzgrüne Antwort hätte schnell und gewaltig kommen können, doch nach schöner Jamnig-Flanke ließ Zlatko Dedic eine Riesen-Möglichkeit liegen (15.).

Und es sollte ein schwarzer Abend für die Tiroler bleiben: In der 32. Minute war es wieder Meusburger, der nach einem Konter auf und davon marschierte und von Domink Baumgartner knapp außerhalb des Strafraums gelegt wurde. Schiedsrichter Hameter entschied auf Notbremse und zog dementsprechend die Rote Karte aus der Tasche -? eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Offensivmann Daniele Gabriele musste daraufhin für Innenverteidiger Matthias Maak weichen. Und die Tiroler konnten sich glücklich schätzen, dass es im ersten Durchgang nur zwei Gegentreffer gab.

Zur Rettung eilte dann Wettergott Petrus herbei. In der Halbzeitpause öffnete der Himmel über Hartberg seine Schleusen und machte einen Wiederanpfiff der Partie vorerst unmöglich. Lange wartete Schiedsrichter Markus Hameter zu, um gegen 22.00 Uhr zu entscheiden, dass das Match endgültig abgebrochen wird.

Gut für den FC Wacker, der damit in Hartberg eine neue Chance bekommt. Denn wenn ein Spiel in den österreichischen Profi-Ligen aufgrund höherer Gewalt abgebrochen wird, muss das Match zur Gänze neu ausgetragen werden. So steht es schwarz auf weiß in den Bundesliga-Bestimmungen.