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Ausgabe: 06. August 2017

Wolfgang Müller

Vor dem großen Regen ein Wacker-Totalversagen

Innsbruck - ?Nach dem Halbzeitpfiff schlichen die Wacker-Profis mit hängenden Köpfen in die Kabine. Denn nach einer erschreckend schwachen Vorstellung lag der Aufstiegskandidat aus Tirol beim Aufsteiger Hartberg 0:2 zurück und hatt­e nach dem Ausschluss von Dominik Baumgartner nur noch zehn Mann auf dem Feld. Es drohte eine Abfuhr, doch dann kam Hilfe von oben. Ein Gewitter mit Starkregen machte den Platz unbespielbar, Schiedsrichter Markus Hameter musste abbrechen und das Regelwerk sieht in solchen Fällen "?höherer Gewalt" vor, dass das Spiel komplett neu ausgetragen werden muss. Wann? Das wird die Bundesliga Anfang der Woche festlegen, aufgrund der kommenden englischen Wochen wohl erst Ende August.

Bitter für die Hartberger, die vor dem dritten Sieg in Folge standen. Für die Tiroler ein Segen, denn die desolaten Schwarzgrünen steuerten geradewegs auf eine Megapleite zu. Die Vorstellung in Hartberg erinnerte an überwunden geglaubte vergangene Zeiten. Zwei Gegentor­e nach Eckbällen, kein Spielfluss, kaum Chancen, dafür ein Fehlerfestival, das sich ein Aufstiegsaspirant so einfach nicht leisten darf. Weil Selbsterkenntnis der erste Schritt zur Besserung ist, waren die FCW-Kicker auch so niedergeschlagen.

Auch Karl Daxbacher wollte erst gar nicht über die Regel bezüglich Neuaustragung diskutieren: ?"Weil mich die Frage, warum wir so schlecht waren, viel mehr interessiert." Die Halbzeitbilanz des Wacker-Trainers? ?"Vorweg: Hartberg war wirklich gut. Die kauften uns regelrecht den Schneid ab. Aber wir waren nie im Spiel. Dazu die Schwäche bei Standards. Diese Halbzeitvorstellung gibt schon zu denken und wirft einige Fragen auf."

Ob der ?"Schuss vor den Bug" mit Chance auf Wiedergutmachung beim FC Wacker angekommen ist, wird das Westderby am kommenden Dienstag im Tivoli gegen Austria Lustena­u zeigen.