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Ausgabe: 07. August 2017

Wolfgang Müller

Nach Hartberg-Watsch’n Reaktion gegen Lustenau

Innsbruck – Vielleicht war Hartberg ja doch eine Reise für den FC Wacker wert. Aber nur dann, wenn die richtigen Schlüsse aus dem Halbzeit-Aussetzer in der Steiermark gezogen werden und im morgigen Westschlager gegen Austria Lustenau eine Reaktion gezeigt wird. Und die muss kommen, denn sonst schlittern die Schwarzgrünen ausgerechnet vor dem Derby am Freitag in Wattens in einen gefährlichen Negativstrudel. „Wir müssen ruhig bleiben. Nach einer gründlichen Analyse wird die Mannschaft jenes Gesicht zeigen, das in den letzten Wochen für positiven Schwung sorgte“, will Alfred Hörtnagl noch keine Alarmglocken läuten hören. Doch der schwache Auftritt beim Aufsteiger liegt auch dem General Manager im Magen: „Wir wurden völlig überrumpelt. Allerdings auch von einem an diesem Tag sehr starken Gegner.“

Ein gewisser Stefan Meusburger verdeutlichte die momentan größte FCW-Baustelle. Der Verteidiger erzielte jeweils nach Eckbällen zwei Kopfballtore. Bei Standards des Gegners herrscht im Tiroler Strafraum höchste Alarmstufe und zu oft totale Verwirrung. „Das darf so nicht sein“, sieht Trainer Karl Daxbacher ebenso Handlungsbedarf wie Hörtnagl: „Da muss im Detail daran gearbeitet werden.“ Dass im Gegenzug Freistöße und Eckbälle für den Wacker die Defensivabteilungen der Gegner nur müde Lächler kostete, ist auch eine Tatsache. Hinten löchrig, vorne harmlos ist eine Formel, die im Aufstiegskampf nicht aufgehen kann.

Nach der Neuaustragung des Hartberg-Auswärtsspiels dank der Hilfe von oben (Rege­n) hat der FC Wacker eine Chance erhalten, den holprigen Start auszubügeln. Für den gesperrten Dominik Baumgartner wird wohl Neuerwerbung Matthias Maak im Abwehrzentrum neben Harald Pichler verteidigen. Möglich, dass Daxbacher weitere personelle bzw. auch taktische Änderungen vornimmt. Und den Transfermarkt will Hörtnagl auch weiter im Aug­e behalten ...