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Ausgabe: 07. August 2017

Alex Gruber/Thomas Mair

Ungeschlagen ist auch ein Prädikat

Die Wacker-Fohlen verpassten mit einem 1:1-Remis in Hard gestern zwar die Tabellenführung, aber das Tirol-Quintett blieb in der dritten Westliga-Runde ungeschlagen. Das nährt den kollektiven Glauben.

Innsbruck – Es wäre wohl vermessen, von der zweiten Mannschaft des FC Wacker Innsbruck einen vollen Erfolg in Hard zu fordern. Weil gestern mit Jeffrey Egbe, Florian Rieder oder Okan Yilmaz (englische Woche bei den Profis) drei Hochkaräter fehlten. Weil die Fohlen auch gestern mit einer Elf aufs Feld liefen, deren Durchschnittsalter unter 19 Jahren (exakt 18,94) lag. Und weil Hard – selbst wenn die Vorarlberger in den letzten Jahren etwas abgebaut haben – immer noch ein Dauerbrenner in der dritthöchsten, westlichen Spielklasse ist.

„Die hatten das Messer zwischen den Zähnen. Wir haben gewusst, dass es hart wird, haben das aber gut gelöst“, freute sich Coach Thommy Grumser nach der Punkteteilung über die physische Präsenz seiner Fohlen. Der frühen Wacker-Führung durch Marvin Schöpf (1:0/9.) konterte Hard noch vor dem Wechsel mit dem Ausgleich, im zweiten Durchgang gab’s keinen nennenswerten Matchball mehr. Die sieben Punkte stehen dennoch felsenfest am Konto: „Wir wissen, wo wir herkommen und hingehören. Und dass wir jedes Spiel an der Grenze oder darüber absolvieren müssen. Aber sieben Punkte sind ganz okay“, schloss Grumser, ehe es in den Bus über den Arlberg ging.

Der SC Schwaz fuhr mit dem 2:0-Sieg über Hohenems schon am Freitag den ersten Saisonsieg ein. Dank Torschütze und Assistgeber Thomas Pichlmann: „Ich bin nicht mehr bei den Schnellsten und Zweikampfstärksten. Aber wenn ich da sein muss, bin ich da. Jeder weiß, was noch geht und was nicht mehr“, sinniert der 36-jährige Torjäger nach seinem zweiten Saisontreffer und vor dem Treffen mit alten Wacker-Kollegen. Am Freitag geht’s in Kufstein beim Derby gegen Marco Hesina und Julian Weiskopf (siehe unten). In der Torhüterfrage hat bei den Festungsstädtern augenblicklich Lukas Tauber die Nase vorne, der beim Remis in Anif erstmals die Null hielt.

In der Torhüterfrage griff beim FC Kitzbühel Coach Alex Markl dieses Mal beim 3:3-Remis gegen St. Johann – Routinier Thomas Hartl bewies in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt seine Nervenstärke – zu David Stöckl und ließ den englischen Legionär Josh Bexon dieses Mal auf der Bank. Kommentar zur Kooperation mit den Leihspielern und Southend: „Wenn ich nicht entscheiden könnte, wer spielt, dann hätten wir das auch nicht gemacht.“

Beim SV Wörgl hat man sich nach dem ersten Saisonsieg über den Vorarlberger Aufsteiger Alberschwende auch wieder „lieb“: „Die Männer stehen hinter mir und ich stehe hinter ihnen – wir sind immer ein Team, das schon seit Jahren zusammenhält“, frohlockte Coach Denis Husic. So soll es ja auch sein.