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Ausgabe: 07. August 2017

Georg Fraisl

Der Regen als unser „Freind“

Regen, Regen. Als hätte gestern jemand ganz oben einfach einen Kübel umgedreht. Beim Wacker-Training hat sich freilich keiner darüber aufgeregt. Halloooo – der Regen, das ist der neue Mega-Freund der Schwarzgrünen! Ein echter Bro.
Obwohl ... neu???

Es ist zugegeben ein paar Jährchen her. Aber da hat der Himmel den Innsbrucker Profi-Klub ganz gleich aus der Bredouille geholfen wie am vergangenen Freitag.

Man schrieb 1986 und im Hansi-Müller-Fieber hatte die Firma Swarovski den Verein übernommen. Mit neuem Namen, neuem Logo, neuen Vereinsfarben, neuen Zielen.

Letztere schienen in der ersten Runde des UEFA-Cups schon nach 15 Minuten am Ende. Ein gewisser Hristo Stoichkow hatte Sredets Sofia 1:0 in Front gebracht, die Bulgaren zerlegten den FC Tirol nach allen Regeln der Kunst. Bis ... ein Gewitter kam. Der Regen verwandelte das Tivoli in einen See. Und in Minute 33 brach der Schiri ab.

Und am Tag danach siegte FC Tirol durch Tore von Roscher, Pacult und Linzmaier 3:0. Sieben Monate später stand die Truppe im Semifinale des UEFA-Cup-Bewerbes.

Alfred Hörtnagl, der heutige Wacker-General, war damals im Kader der Kristall-Truppe und erinnert sich heute noch gut, dass damals schon der Regen unser „guata Freind“ gewesen ist.