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Ausgabe: 07. August 2017

Alex Tramposch

Punkte für alle, nur Krönung blieb aus

Zwei Siege, drei Unentschieden – Tirols Westliga-Teams blieben in der dritten Runde unbesiegt. Es gab nur einen klitzekleinen Wermutstropfen. Wackers Amateure verabsäumten es im einzigen Sonntag-Spiel mit einem 1:1 in Hard auf Platz eins zu stürmen. Seit dem Aufstieg von Wattens in der Saison 2015/16 hat es keinen Tiroler Tabellenführer mehr gegeben.

Als Marvin Schöpf in der neunten Minute zum 1:0 traf, stürmten die so stark in die Meisterschaft gestarteten Amateure in der Blitztabelle auf Platz eins, überholten die Titelfavoriten Anif und Grödig. Die schöne Momentaufnahme währte 15 Minuten. Dann kassierten die Youngsters ihren ersten Gegentreffer in dieser Saison. Mitten in der Phase als sie das Spiel kontrollierten.

„Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir die Heimreise als Tabellenführer angetreten hätten – aber wir haben gewusst, dass es sehr intensiv werden wird“, meinte Coach Thomas Grumser nach der Partie: „Nach dem Ausgleich war das Spiel hart umkämpft, gab es auf beiden Seiten keine klaren Aktionen mehr. Für uns war es auf jeden Fall ein gewonnener Punkt.“
Ein Stau am Arlberg bei der Anreise hatte die Innsbrucker 45 Minuten gekostet, deshalb war das Match mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen worden. „Das war keine optimale Vorbereitung, aber die Burschen haben es gut weggesteckt, waren von Beginn voll im Spiel“, lobte die Grumser die Einstellung seiner Truppe, die in dieser Saison noch ungeschlagen ist.

Die ersten Dreier

Für die Tiroler Highlights der Runde sorgten Wörgl und Schwaz mit ihren ersten Saisonsiegen. „Jetzt kann ich wieder lachen“, hatte Wörgls emotionaler Coach Denis Husic nach dem 2:0 gegen Alberschwende erleichtert gemeint: „Wir haben eine brutal schwere Auslosung, müssen in den ersten vier Runden dreimal auswärts spielen. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Da war es enorm wichtig, das Heimspiel zu gewinnen. Die Vorarlberger kamen mit der Euphorie des Aufsteigers, waren ein schwieriger Gegner. Unsere zweite Halbzeit war aber richtig gut.“

Aufgeatmet wurde auch in Schwaz. Auch wenn Coach Stefan Höller gewohnt sachlich blieb. „Wir haben auch in den Spielen zuvor gut gespielt – diesmal haben wir unsere Leistung aber mit drei Punkten belohnt, hätten jedoch höher gewinnen müssen“, analysierte er, spielte die Bedeutung eines gelungenen Saisonstarts herunter: „Ich sehe das nicht so tragisch – abgerechnet wird am Schluss.“ Oldie Thomas Pichlmann war beim 2:0 gegen Hohenems ein Goldie, legte den ersten Treffer von Patrick Knoflach herrlich auf, erzielte das zweite Tor Marke Goalgetter.