Impressum

Ausgabe: 08. August 2017

Tobias Waidhofer

FC Wacker sucht die Lockerheit

Im kleinen Westderby gegen Lustenau plant der FC Wacker heute (18.30 Uhr) den ersten ?"Dreier". Das Spiel gegen Hartberg wird am 21.8. nachgeholt.

Innsbruck - ?Die erste Amtshandlung von Wacker-Trainer Karl Daxbacher beim Pressegespräch vor dem Heimspiel gegen Austria Lustenau war eine bezeichnende. Der Trainer-Routinier wechselte von seinem angestammten Platz einen Sessel weiter nach rechts. ?"Damit es endlich mit einem Sieg klappt", lachte der Niederösterreicher.

Nach der katastrophalen Halbzeit in Hartberg und lediglich zwei Zählern steigt der Druck rund ums Tivol­i. Dabei sei vor allem dieser ?"Druck" in der Steiermark zum Problem geworden. ?"Wir sollten jetzt nicht jedes Spiel hochschaukeln. Sonst passiert uns genau so etwas wie in Hartberg, als wir uns zu viel vorgenommen haben", meint Daxbacher und fordert: ?"Die Lockerheit muss zurückkehren, dann werden wir auch besser spielen."

Und das wird gegen die neuformierten Vorarlberger (mit dem Tiroler Alexander Joppich) auch dringend notwendig sein. "?In Hartberg waren nicht nur die Ecken das Problem. Das ganze Spiel war schlecht. Von vorne bis hinten", weiß Schlussmann Christopher Knett. Trotzdem: Bereits dreimal schlug es nach Eckbällen hinter dem ehemaligen Lustenauer ein. Das Defensiv-Konzept soll dessen ungeachtet beibehalten werden. Also Raum­deckung statt Manndeckung. Eine Entscheidung, an der sich auch im internationalen Fußball die Geister scheiden. ?"Ich werde jetzt nicht vorschnell von meinem Konzept abrücken", erklärt Trainer Daxbacher. Es brauche halt auch die notwendige Konsequenz beim Verteidigen.

Personell kündigte Daxbacher die eine oder andere Änderung an. Der gesperrte Dominik Baumgartner fehlt definitiv. Sicher gegen seine ehemaligen Kollegen auflaufen wird Schlussmann Knett. ?"Ich war mit ein paar Ex-Mitspielern in Kontakt. Die spüren den Druck nach zwei Heimniederlagen auch", verrät der "?Torhüter-Vulkan", aus dem auf dem Spielfeld oft auch die Emotionen sprechen. "?Ich will vorangehen. Deshalb hat mich der FC Wacker ja auch verpflichtet."