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Ausgabe: 09. August 2017

Georg Fraisl

Wackers Wille wie ein Gewitter

Die Schwarzgrünen lagen gegen Austria Lustenau schon 0:2 zurück, mussten den „Wolkenbruch“ selbst fabrizieren: Erster Saisonsieg durch ein Kopfball-Tor von Maak zum 3:2

Wieder Rückstand zur Pause. Und wieder wurden die Ersatzspieler da beim Aufwärmen nass. Aber nein, gestern kam der Himmel den Schwarzgrünen nicht zur Hilfe.

Wolken gab es zwar genug, aber Gewitter war keines in Sicht. Das Nass stammte aus der Tivoli-Sprenkelanlage.
Wäre schon praktisch gewesen, noch so ein Wolkenbruch wie in Hartberg. Schwarzgrün bestätigte nämlich die Unform vom Freitag. 0:1 schon nach 12 Minuten nach einem Freitag-Patzer und Dossou-Kopfball (völlig frei!). 0:2 durch Barbosa in Minute 36 aus einem völlig banalen Konter – und das von zehn Lustenauern! Kobleder hatte wegen Torraub (Foul an Rakowitz) die Rote gesehen.

Gabrieles Volleykracher zum 1:2 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ließ Hoffnung aufkeimen, zwei Vorarlberger Lattenschüsse binnen 1,4 Sekunden (!!!) noch vor dem Pausenpfiff nährten aber die Ängste.

Doch Wackers Wille und Geduld war dann doch besser als jedes Gewitter. Es dauerte bis zur 75. Minute, bis Kerschbaum das 2:2 gelang. Und sechs Minuten später köpfelte Maak nach einem Freistoß den Siegestreffer. Erstmals seit 2004 holte Wacker nach einem 0:2-Rückstand noch einen Sieg. „Man kann besser spielen“, gab Maak zu, „aber wir haben Moral gezeigt. Es war verdient.“