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Ausgabe: 10. August 2017

Alex Gruber

Noch liegt in der Ruhe die Kraft

Vor dem ersten Saisonderby (morgen, 20.30 Uhr) schwören sowohl Gastgeber WSG Wattens als auch der FC Wacker Innsbruck auf die Kraft des positiven Denkens. In beiden Lagern gibt es Problemzonen.

Innsbruck - ?Eine sprudelnde schwarzgrüne Tiroler Fehlerquelle ermöglichte Austria Lustenau am Dienstagabend im Tivoli eine 2:0-Führung in Unterzahl. Mit einem Kraftakt und einer Aufholjagd brachte der FC Wacker am Ende mit einem 3:2-Sieg dennoch drei Punkte ins Trockene. Grund genug, dass Coach und Wein-Kenner Karl Daxbacher das Glas gestern als halbvoll statt halbleer betrachtete: ?"Wir müssen das positiv interpretieren und hoffen natürlich, dass uns dieses Spiel einen richtigen Schub gibt. Es war ein Sieg der Moral."

Schön, das weiß auch Daxbacher, sieht freilich anders aus. Aber nach dem frühen 0:2-Rückstand in Hartberg (in der Halbzeit Abbruch wegen Unwetters) ging jener Fluss verloren, der in den ersten beiden Partien gegen BW Linz (2:2) und Kapfenberg (0:0) zumindest phasenweise erkennbar war.

Der FC Wacker sucht sich nach vier bzw. dreieinhalb Runden ?- wohlgemerkt ungeschlagen aufgrund der Neuaustragung der Hartberg-Partie ?- noch selbst. Nach der Verletzung von Simon Pirkl wurden mit Albert Vallci und Michael Lercher zwei weitere Linksverteidiger probiert, im Abwehrzentrum macht sich das Alphatier in der neuen Saison auch noch nicht aus. Vielleicht kam das Startelf-Debüt von Neuzugang Matthias Maak mitsamt dem späten Goldtor (3:2/86.) gegen Austria Lustenau genau zur richtigen Zeit. ?"Bei meinem ersten Match im Tivoli von Anfang an und nach einem 0:2-Rückstand ist das natürlich schön. Wichtig war, dass wir die drei Punkte geholt haben. Das war nach Hartberg extrem wichtig", stellt der 25-jährige Innenverteidiger fest. Und es sei ja klar, dass er auf der Bank schon mit den Hufen gescharrt habe.

Morgen ist in Wattens nach abgesessener Sperre wohl wieder mit Dominik Baumgartner in der Startelf zu rechnen. Daxbacher will sich nicht in die Karten blicken lassen. Fakt ist, dass gestern nach zwei Wechseln in der Pause (Dedic und Vallci kamen gegen Lustenau für Freitag und Lercher) zehn Feldspieler im normalen Trainingsbetrieb standen. Fakt ist, dass es ein gutes Händchen braucht. Der Druck wird im Derby nicht kleiner. ?"Momentan machen wir zu viele Fehler", weiß der Trainer-Routinier, der seitens der WSG Wattens nach dem 0:1 beim FAC von einem ?"leichten Dämpfer" sprach. Und der erste Derbysieg zählt jetzt emotional doppelt.