Impressum

Ausgabe: 10. August 2017

Georg Fraisl

Das große Aufatmen: Derby kann kommen!

Von 0:2 auf 3:2. Die tolle Aufholjagd von Wacker Innsbruck am Dienstag gegen Austria Lustenau wurde nach Schlusspfiff nicht nur gefeiert wie ein Titelgewinn, es soll auch der Startschuss für eine Erfolgsserie sein. Zumal die Sache fatal an ein legendäres Match vor 14 Jahren erinnerte ... Aber die nächsten Hürden sind hoch: Wattens (A), Ried (A), Liefering (H).

Es war der 19. September 2003: Wacker Innsbruck lag nach 34 Minuten im Tivolistadion gegen Austria Lustenau 0:2 zurück – und ging am Ende als 4:3-Sieger vom Platz. Ali Hörtnagl hatte für das 3:3 und in der 93. Minute mit dem letzten Schuss für das 4:3 gesorgt. Der Wendepunkt: Acht Monate später fixierte der Aufsteiger das Bundesliga-Comeback.

Und es war der 8. August 2017: Wacker Innsbruck lag nach 36 Minuten im Tivolistadion gegen Austria Lustenau 0:2 zurück – und ging am Ende als 3:2-Sieger vom Platz. Matthias Maak köpfelte in der 86. Minute den Siegestreffer. Ali Hörtnagl, inzwischen General-Manager der Schwarzgrünen, applaudierte auf der Tribüne.

Sagenhaft, diese Parallelitäten. Als ob sich die Geschichte wiederholen würde.

Könnte ruhig so sein, hofft man natürlich im Lager der Innsbrucker mit Blickrichtung Mai 2018 und Aufstieg. Aber Trainer Karl Daxbacher weiß, dass das kein Selbstläufer wird: „Klar hofft man, dass uns diese Aufholjagd nun viel Kraft gibt. Aber wir werden das gleich beweisen müssen. Schon morgen im großen Derby bei Wattens.“

Hörtnagl stimmt zu. Vor allem, weil das Match zwar erfolgreich, aber nur bedingt gelungen war: „Die Spieler sind selbstkritisch genug, sie wissen, dass nicht alles okay war.“ Fraglich fürs Derby: Okan Yilmaz.