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Ausgabe: 11. August 2017

Wolfgang Müller

Derby-Lotto: "Alles ist möglich"

Das erste Saisonderby zwischen der WSG Wattens und dem FC Wacker Innsbruck weist heute (20.30 Uhr) im Gernot-Langes-Stadion keinen klaren Favoriten aus. Auf den Rängen wird mit 4000 Fans gerechnet.

Innsbruck - "Kühler Kopf und ein brennendes Herz" sind für Harald Pichler wichtige Derbyfaktoren. Dass der FC Wacker sich heute in Wattens vor allem in spielerischer Hinsicht gegenüber den Darbietungen in Hartberg und zuletzt beim 3:2-Kampfsieg gegen Austria Lustenau steigern muss, ist dem schwarzgrünen Abwehrroutinier auch klar: "Die Gegentore sind immer ärgerlich. Vor allem die bei Standards. Aber wir arbeiteten zuletzt hart, damit das nicht wieder passiert." Quälende oder gar lähmende Gedanken aus der letzten Saison erstickt der 30-Jährige im Keim: "Dir drei Niederlagen sitzen immer noch tief, aber jetzt ist es Zeit, eine neue Derby-Statistik zu schreiben."

Was ganz im Sinne des schwarzgrünen Umfelds und natürlich auch des Trainers wäre. Prognosen will Karl Daxbacher freilich keine abgeben, denn nach dem Start bestätigt die zweitklassige Sky Go Erste Liga, dass sie eine Wundertüte ist: "Die Ausgangslage ist ausgeglichen. Der moralische Sieg gegen Lustenau war enorm wichtig für uns. Wattens erhielt beim FAC einen Dämpfer, aber viel heißen soll das auch nicht."

Mit der Favoritenrolle kann der FCW-Coach nicht viel anfangen: "Aus der Geschichte heraus ist Wacker der Große und Wattens der Kleine. Für das Derby selbst bedeutet das nicht viel. Letzte Saison war Wacker auch immer Favorit und hat dreimal verloren. Es wird ein offenes Spiel, in dem jeder Ausgang möglich ist."

Beim einzigen Derbysieg des Vorjahres - dem turbulenten 4:3 in Wattens - erzielte mit Patrik Eler jener Stürmer drei Tore, der heute fehlt. "Muss halt Dedic seinen ersten Treffer machen, Jamnig seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen. Auch Harrer und Rakowitz wären fällig oder ein Verteidiger wie zuletzt Maak trifft nach einem Standard. Hauptsache, wir schießen ein Tor mehr als Wattens", sieht Daxbacher die Lage ohne Eler nicht so dramatisch. Worauf seine Mannschaft mit dem wieder spielberechtigten Dominik Baumgartner im Langes-Stadion besonders achten muss, weiß der FCW-Coach nach eingehender Videoanalyse: "Pranter ist als Vollstrecker und Vorbereiter extrem gefährlich. Mader ist der Spielführer und Lenker. Mit Jurdik, Katnik und Zangerl sind sie offensiv flexibel."