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Ausgabe: 12. August 2017

Tobias Waidhofer

Der Routine-Vorsprung

Zwei offensive Mannschaften, ein Chancenfestival und 3450 Zuschauer, die für ein stimmungsvolles Ambiente sorgten. Der Tiroler Fußball lebt. Den Beweis dafür gab es gestern im Gernot-Langes-Stadion zu bestaunen. Dass der FC Wacker im ersten Derby der Saison als Sieger vom Platz ging, ist auch mit Blick auf den Kader zu erklären. Mit Sebastian Santin und Dino Kovacec standen gestern bei Wattens zwei Neuzugänge in der Startelf, die vergangene Saison noch in der Regionalliga ihre Schuhe zerrissen. Simon Zangerl war in Innsbruck gescheitert, Stefano Pellizzari kommt zwar von Juve, hat für die alte Dame aber noch nie gespielt. Im Summe ist das wenig Profi-Erfahrung. Beim FC Wacker standen mit Harrer (Altach), Dedic (Paderborn), Vallci (Horn), Maak (SönderjyskE), Gabriele (Stuttgart II), Rakowitz (Wiener Neustadt) und Knett (Lustenau) fast nur namhafte Neuzugänge in der Startelf. Eine Qualität, die besonders beim zweiten Wacker-Tor zu erkennen war. Da zeigte Dedic im Zweikampf mit Sandro Neurauter, warum er 48 Mal für das slowenische Nationalteam aufgelaufen ist. Dass ein Neurauter vor zwei Jahren noch in der Tiroler Liga verteidigte, ist ein weiteres Indiz für einen Routine-Vorsprung, der gestern – trotz einigem Zittern bis zur 3:1-Führung – für die Schwarzgrünen Gold wert war.