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Ausgabe: 25. September 2017

Manuel Lutz

Bengalische Feuer und Fanclubs im Unterhaus

Das Projekt Wacker III läuft wie am Schnürchen. Sowohl sportlich als auch bei den Zuschauern bereichert das Team die 2. Klasse Mitte.

Hatting - Das Werkl läuft schon so richtig rund bei Wacker III. Das neu formierte Team legte einen Start nach Maß hin, nach sieben Runden führen die Schwarzgrünen die Tabelle der 2. Klasse Mitte mit dem Punktemaximum an. Beim jüngsten Sieg in Hatting (2:0) gab es eine ganz besondere Art der Anerkennung, wie sich Übungsleiter Christian Stoff freute: "Erstmals wurden wir von einem Fanclub aus dem Oberland angefeuert. Für diese Wertschätzung habe ich mich auch bedankt."

Auch wenn die Gründung der dritten Wacker-Mannschaft anfangs kritisch kommentiert wurde, empfangen wurden die Innsbrucker mit offenen Armen in der Liga, wie sich auch in Hatting zeigte: "Das war wie ein Volksfest, die haben sich so viel angetan. Vor dem Spiel gab es sogar bengalische Feuer. Man merkt, dass wir eine Bewegung auslösen und uns jeder einmal sehen will."

Hatting-Pettnau-Coach Rainer Dibiasi fand ebenfalls lobende Worte für die Gäste aus Innsbruck: "Die junge Mannschaft hat wirklich Qualität. Und die Gründung einer dritten Mannschaft ist auch kein schlechter Grundgedanke." Eines gab Dibiasi, selbst schon lange im Fußballgeschäft, jedoch zu bedenken: "Für die kleinen ländlichen Vereine wäre es besser, wenn sie sich mit ihresgleichen messen könnten. Gegen den Wacker und auch den IAC haben wir keine Chance."

Dass einige junge Leistungsträger ihrem Stammverein den Rücken kehrten, um bei Wacker zu spielen, sorgt nach wie vor für Diskussionen. Dibiasi stellt klar: "Es fehlte vielleicht die Kommunikation, man muss die Kleinen nur ins Boot holen, die spielen dann schon mit und es gibt kein böses Blut." Stoff meint zu der Causa: "Der erste Weg geht zum Verein, wenn ein Spieler bei uns zum Probetraining will. Wir mussten alle Spieler des Jahrgangs 1998 wegschicken, da nur 1999 oder jünger auf Bestimmung des Verbands erlaubt sind. Bei uns bekommen Jungs, die es vielleicht nicht in die Akademie schaffen, eine zweite Chance. Florian Rieder und Sebastian Pointner schafften es so. Zudem haben die Spieler Leihverträge und können dann zu ihrem Verein zurück."

Der enge Kontakt zu Karl Daxbacher und Thomas Grumser fördert zudem die Motivation und auch die Entwicklung, wie Stoff weiß: 2Die kommen zu uns zum Training. Die Jungs merken, dass sie sich informieren und alles wissen wollen. Es ist eine perfekte Zusammenarbeit." Allein in der kurzen Zeit bis jetzt schafften schon zwei Spieler den Sprung nach oben...