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Ausgabe: 28. September 2017

Wolfgang Müller

Handlungsbedarf nach Ausfällen

Mit Schimpelsberger, Harrer, Freitag und Pichler fällt ein Wacker-Quartett für das Spiel in Lustenau aus. Imbongo steht als Neuverpflichtung ante portas.

Innsbruck - "Jetzt darf nichts mehr passieren", blickt Wacker-Coach Karl Daxbacher dem morgigen Westderby mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn der leidige Verletzungsteufel wütet im Kader der Schwarzgrünen. Nachdem sich Kapitän Christoph Freitag ohnehin noch länger und vor allem langsam wegen einer "verschleppten Gehirnerschütterung" an das Mannschaftstraining herantastet, zogen sich zuletzt zwei Stammspieler schwere Verletzungen zu. Michael Schimpelsberger hat den arthroskopischen Eingriff nach dem Meniskuseinriss beim 0:0 gegen Hartberg bereits hinter sich und nahm das Therapieprogramm schon in Angriff. So wie Martin Harrer, der sich im Training eine Impressionsfraktur des Schienbeinkopfes zugezogen hat, wird der Wacker-Verteidiger wohl erst wieder im November zur Verfügung stehen. Beim gestrigen Training fehlte ein weiterer Routinier - Harald Pichle­r ist erkrankt und musste somit auch für das Gastspiel in Lustenau absagen. Dass Okan Yilmaz vor den Augen von General Manager Alfred Hörtnagl nach einem missglückten Torabschluss vorzeitig in die Kabine humpelte und Goalie Lukas Wedl mit geprellter Hand nicht im FCW-Tor stehen kann, rundet die Personalmisere des Tiroler Zweitligisten ab.

Die Planspiele für die schwarzgrüne Aufstellung bei der Lustenauer Austria sind überschaubar. Lukas Hupf­auf wird Schimpelsberger auf der rechten Abwehrseite ersetzen, Stefan Rakowitz soll für Harrer von Beginn an kurbeln. Durchaus möglich, dass Daxbacher wieder auf ein 4/1/4/1-System mit Flo Jamnig, Daniele Gabriele, Flo Rieder und eben Rakowitz als offensivem Mittelfeldquartett hinter Solospitze Zlatko Dedic setzt. Nur gut, dass die junge Garde mit Jeffrey Egbe, Simon Pirkl, Armin Hamzic und Stefan Pribanovic wieder fit ist und auf Einsätze lauert.

Am 31. August schloss das Transferfenster, was für die Schwarzgrünen nicht zwingend bedeutet, dass personell nicht doch nachgelegt werden kann. "Wir behalten den Markt weiter im Auge", erklärte Hörtnagl, der eigentlich erst in der Winterpause aktiv werden wollte. Der Verletzungsteufel zwingt ihn bereits jetzt zum Handeln. Denn vertragslose Profis können auch außerhalb der Transferperiode verpflichtet werden.

Mit Ex-LASK-Akteur Dimitry Imbongo war einer aus dieser Riege gestern schon zu Verhandlungen in Innsbruck. Durchaus möglich, dass der 27-jährige Stürmer, der in 72 Erste-Liga-Spielen elf Tore und 22 Vorlagen zu Buche stehen hat, heute als Neuzugang präsentiert wird.