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Ausgabe: 30. September 2017

Tobias Waidhofer

Dedic-Show ließ FC Wacker jubeln

Der FC Wacker kann es also doch auch auswärts: Der zweite Saisonsieg in der Ferne war dann mit dem 4:0 bei Austria Lustenau gleich ein beeindruckender.

Lustenau - Nicht nur der eigene Anspruch, sondern auch die Ergebnisse der frühen Spiele hatten den FC Wacker gestern unter Zugzwang gesetzt. Doch die Schwarzgrünen hielten dem Druck stand. Und wie: Die Tiroler gewannen in Lustenau mit 4:0.

Begonnen hatte das Match mit einer Abtastphase. Doch als Ronivaldo nach 15 Minuten die erste Lustenauer Torchance vorfand, nahm das Spiel an Fahrt auf. Und der FC Wacker hätte in der Folge eigentlich schnell führen müssen. Doch sowohl Zlatko Dedic (19., nach feiner Gabriele-Vorlage) und Kapitän Flo Jamnig (24.) verpassten den schwarzgrünen Führungstreffer. Auf der anderen Seite war es wieder Ronivaldo, der gefährlich wurde: Nach starker Dorn-Vorlage fand der Brasilianer seinen Meister in Wacker-Schlussmann Christopher Knett (29.).

Doch der FC Wacker war weiter die gefährlichere und bessere Mannschaft. Das 1:0 in der 34. Minute war der verdiente Lohn. Nach einem Lustenauer Fehlpass im Mittelfeld schaltete Jamnig schnell und schickte Dedic mit einem tollen Pass auf die Reise. Noch besser war dann allerdings, wie der Slowene das Leder aus der Luft pflückte, Gegenspieler Lovric aussteigen ließ und den Ball im Netz versenkte - ein Klasse-Tor zur schwarzgrünen Führung. Und die Innsbrucker hatten noch nicht genug: In der 42. Minute foulte Lovric den agilen Jamnig im Strafraum - den fälligen Elfmeter verwandelte wieder Dedic. Ein Halbzeit, die für den 32-Jährigen, der ja zwischenzeitlich auch schon in die Kritik geraten war, sicher Balsam auf der Stürmer-Seele darstellte.

Und gleich nach Wiederbeginn machte Dedic aus dem Doppel- einen Dreierpack. Sein 3:0 (51.) war so etwas wie die Vorentscheidung. Lustenau sorgte zwar in der Folge für Druck, das Tor schoss aber wieder der FC Wacker - diesmal war es Jamnig, der nach einem Rakowitz-Zuspiel einen unmotivierten Ausflug von Lustenau-Goalie Alexander Sebald nützte (64.). Beinahe wäre Dedic nach einer Pirkl-Hereingabe noch ein Treffer gelungen. Sieben Minuten vor Schluss durfte dann der erst 16-jährige Matthäus Taferner sein Profidebüt feiern. Knett rettete in der Nachspielzeit noch seine weiße Weste. "Wir waren effizient und hatten gute Umschaltmomente", freute sich Kapitän Jamnig.