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Ausgabe: 27. Oktober 2017

Wolfgang Müller

Rückfall in die Negativschleife

In Graz müssen die Tiroler Koch und Lovric wohl bald ohne Trainer Foda auskommen.

Innsbruck – Was hat der SV Wimpassing, was der FC Wacker nicht hat? Die viertklassigen Burgenländer stehen nach dem 1:0-Sieg gegen den Bundesligisten Wolfsberger AC im Viertelfinale des ÖFB-Pokals, die zweitklassigen Tiroler sind bei der Cup-A-Auslosung am Sonntag nicht mehr vertreten. Weil sich die Schwarzgrünen wieder einmal selbst im Weg standen und sich beim Regionalligisten Austria Klagenfurt mit einer 2:4-Niederlage bis auf die Knochen blamierten. Schade und ärgerlich, denn zuletzt betrieb der FC Wacker mit ansehnlichen Leistungen beste Werbung in eigener Sache. Das schwarzgrüne Pflänzchen begann nach einer hartnäckigen Dürreperiode wieder zart zu sprießen. Und dann so ein Aussetzer. Schade und ärgerlich zugleich, denn solche Pleiten sind wirtschaftlich und vor allem imagemäßig ein Rückfall in die überwunden geglaubte Negativschleife. „Natürlich bitter. Vielleicht saß im Hinterkopf doch, dass es gegen die Klagenfurter auch mit etwas weniger Engagement geht“, bilanzierte Alfred Hörtnagl das Ausscheiden im Wörthersee-Stadion. Für den General Manager gilt es, die Lehren daraus zu ziehen: „Das war ein Dämpfer, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Ohne die letzte Konsequenz in jedem Spiel kommen wir allerdings nicht ans Ziel.“ Am Montag können die FCW-Profis in Grödig gegen Liefering beweisen, dass sie die Lektion kapiert haben.

Während rund ums Tivoli ein Rückschlag zu verdauen ist, schwimmen zwei Tiroler in Graz auf der Erfolgswelle. In der Bundesliga mit 28 von 36 möglichen Punkten nach zwölf Runden drei Zähler vor Salzburg ganz vorne, im Cup unter den letzten acht. Für Sturm mit dem Natterer Fabian Koch und dem Osttiroler Sandi Lovric könnte es nicht besser laufen. Der Traum vom ersten Cup-Titel seit 2010 lebt weiter. Erfolgscoach Franc­o Foda wird im Viertelfinale wohl anderweitig beschäftigt sein. Gilt er doch als „haushoher Favorit“ für die Nachfolge von Marcel Koller als ÖFB-Teamchef.