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Ausgabe: 27. Oktober 2017

Alex Tramposch

„Dieses Spiel war ein Wink für uns“

Innsbrucks Kicker ließen eine große Chance aus, ins Cup-Viertelfinale einzuziehen. Beim 2:4 gegen Austria Klagenfurt, dem Neunten in der Regionalliga Mitte, konnten sie nicht an die starken Leistungen der vergangenen Wochen anschließen. Für General-Manager Hörtnagl war’s ein Einstellungsproblem.

Vor leeren Rängen in einem großen Stadion zu spielen, ist den Schwarzgrünen nicht fremd, haben sie am Tivoli auch schon oft genug erlebt. An der Geisterspiel-Kulisse mit 650 Fans in der 32.000 Zuschauer fassenden EM-Arena am Wörthersee darf es also nicht gelegen haben.

„Wir haben eine gute Gelegenheit verpasst“, meinte General-Manager Alfred Hörtnagl nach der bitteren Niederlage: „Wir waren nicht bereit, haben nicht mit der Leidenschaft gespielt, die uns in den vergangenen Wochen so stark gemacht hat. Vielleicht wurde das Spiel nicht ganz so ernst genommen. Dann geht es im Cup schnell.“

Dass Trainer Karl Daxbacher das Match ernst genommen hatte, zeigte die Aufstellung. Der 64-Jährige machte keine Experimente, sondern schickte seine stärkste Elf aufs Feld. Nach der 2:1-Führung durch Zlatko Dedic aus einem Elfmeter schien der schwarzgrüne Weg ins Viertelfinale auch geebnet.
„Es braucht in jedem Match Wille, Biss, Leidenschaft. Das war die Botschaft für uns alle. Wir wollten unbedingt weiterkommen, haben aber die Grundtugenden nicht hinbekommen. Dieses Spiele war ein Wink für uns. Wir werden die Lehren daraus ziehen“, sagte Hörtnagl.

Kapitän Florian Jamnig konnte dem nur beipflichten. „Es gibt solche Tage, leider. Wenn man nur ein paar Prozent weniger gibt, kann man auch gegen einen Regionalliga-Klub nicht gewinnen – wir werden aber am Montag gegen Liefering die richtige Reaktion zeigen.“